4. September 2010

Gesund werden, kann man auch später.....

Mit einem milden Lächeln klopft meine Bekannte mir auf die Schulter und sagt:" Eins nach dem Anderen", wie schon so oft, wenn ich ihr wiederholt zu verstehen geben möchte, dass sie doch ihre unzähligen Krankheiten, von denen sie mir immer wieder recht ausführlich berichtet, schon längst hätte reduzieren können. Bei solchen Antworten werde ich zuweilen noch recht ungehalten, obwohl ich weiß, dass mir das in keinster Weise zusteht.
Wie kann man erst "später" gesund werden wollen?
Vielleicht ist Aufmerksamkeit finden ein Grund, aber keiner, die Tochter da mit zu involvieren, und sie wird ni
cht müde mir zu erzählen was die Psychologen zu sagen haben.
Letztens sagte ich einfach mal zu ihr:"Wenn der Sargdeckel zu klappt, brauchst Du nicht mehr ges
und zu werden."
Ich weiß, ich kann
den Mund nicht halten......Frau möge mir verzeihen..... Und natürlich auch, was das Kind betrifft, äußerte ich meine Bedenken. Ich trage nun mal mein Herz auf der Zunge......
Das Mädchen mö
chte ihre Mutter glücklich machen und tut ihr den Gefallen. Sicher hat sie schon einige Spielchen und Auseinandersetzungen der Erwachsenen erlebt, aber doch keine Traumada, die theraphiert werden müßten.
Wieviel Schlimmeres gibt es auf dieser Welt, wo keine Therapeuten zur Hand sind......

Kommentare:

Stephanie hat gesagt…

... manchmal ist frau zu krank um gesund zu werden...
Wenn ich einen Migräneanfall hatte, war es mir jedesmal unmöglich rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die für mich gut waren, da konnte ich wirklich nur warten bis der Anfall vorbei war... das ist zum Glück schon eine große Weile her.

...der leidende, der kranke Mensch braucht ein Mindestmaß an Fürsorge und nahestehender Zuwendung. Eigentlich jemanden, die/der den Körper versorgt und die Seele streichelt oder umgekehrt. Das Netz der Geborgenheit ist löchrig wie nie.

liebe Grüße Stephanie

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Liebe Stephanie!
Die Frau braucht andere Umstände, und sie steckt in ihrer Konditionierung fest, auch Die durch ihre Mutter, oder vor allem.....Dann noch die "Mißerfolge" mit den Männern, die Trinken und brüllen, Sauberkeitswahn,Geltungsbedürfnis...und noch ein paar andere schizophrene Züge.....da kommt eine Menge zusammen, die aber nicht gleich bemerkbar sind.
Da müßte sich so viel ändern in ihrem Leben. Ich weiß nicht, warum die Psychater so unpraktisch arbeiten.
Niemand streichelt ihre Seele, auch nicht sie selbst. Davon will sie nichts wissen. Mein Satz,....sie soll sich doch auf sich selbst besinnen,....hört sie nicht.....Da gibt es keine Geborgenheit für sie, und das Kind findet die Geborgenheit zumindest bei der unsteten Mutter....hmm....na ja.....so weit wie möglich, die ihr ständig vermittelt, dass sie theraphiert werden muss....Da frag´ich mich, wie die Zukunft des Mädchens aussehen wird.
Sei ganz lieb gegrüßt
Rosi