16. Februar 2011

(M)ein Stück - Entwickelte Frau


Eigentlich habe ich ja schon im Bezug auf Frau(en) eine ganz gewaltige Entwicklung hinter mir.

Vom rebellischen Teenie, über die Suche nach den Märchenprinzen, was einen Kampf mit der moralischen konservativen Mutter beinhaltete, bis hin zum Thema Matriarchat.

Bis vor ein paar Jahren konnte ich das Wort „Mutter“ noch nicht einmal aussprechen, weil ich es mit „meiner Mutter“ assoziierte, die mir so viele Jahre recht arg zugesetzt hatte. Als ich hinterfragte, begann ich langsam zu verstehen, warum sie immer „so“ zu mir war.

So war ich in der Lage zu verzeihen, aber nicht….zu vergessen.

Bevor ich jedoch soweit kam, hatten mich, bis etwas vor 15 Jahren, die patriarchalen Denkmuster der Konkurrenz fast in den Wahnsinn getrieben. Wie dies aussah, möchte ich erst gar nicht im Detail beschreiben.

Für mich ist es nunmehr ein enormer Fortschritt auf Frauen zugehen zu können, sie ganz anders wahr zu nehmen, zu verstehen, und mich selbst als Frau zu erkennen, als Frau zu leben, und meinen Fokus auf das Frausein zu richten, im einzelnen wie im Gesamten, früher wie heute, in der Vergangenheit so wie in der Zukunft, zu erkennen, dass Frau(en) überhaupt eine Geschichte haben, die sich von der der Männer unterscheidet, und auch von dem, was wir in der Schule im Geschichtsunterricht lernten.

….und das Befreienste war, aus dem „Laufsteg-Programm“ auszusteigen, keine Frau mehr als Konkurrentin sehen zu müssen.

Jetzt ist alles anders, und ich bin recht froh über diese Veränderung, Wandlung…….und wahrscheinlich auch deshalb so interessiert an dieser für mich eigentlich noch recht neuen Art (seit etwa 14 Jahren, als ich das erste Buch von Luisa Francia las) zu denken, zu leben und zu handeln, dass ich noch……ein Stück weiter gehen, und neues Wissen mit „alldem“, was ich bereits weiß, verbinden möchte.

Kommentare:

Beltane hat gesagt…

Interessant und spannend zu Lesen, Deine Entwicklungs- und Ansichtsperspektiven und -prozesse.

Auch wenn ich nicht täglich kommentiere lese ich es doch immer.

Ich habe vor ca. 3 Jahren zum ersten Mal was von L. Francia gelesen. Ich mag diese direkte Art und bin dankbar daß ich das nicht erst viel später entdecke.

Aus dem Laufstegprogramm bin ich auch schon ausgestiegen ;-)
Trotzdem sind wir schön - und mehr als das.

Liebe Grüße,
Beltane

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe greye owl,


vielen Dank für Deinen Einblick in diese Gedanken aus der Welt der Frau.

Mir gefällt, dass Deine Freiräume sich vergrößern.

Liebe Grüße Rainer

Stephanie hat gesagt…

Hallo Rosi,

alle Achtung, wenn sich Frau sich selbst und noch dazu gewissermaßen öffentlich positioniert, ist das wohl der Schritt auf die bewusste, andere Ebene.
Vielleicht betrifft das Mutter-Tochter-Drama ja nicht jede, aber die verlorene, verdrängte Geschichte der Frauen auf jeden Fall.

...was ist diese, deine recht neue, Art zu denken? Eigene weibliche Identifikation?

ich grüße dich herzlich
Stephanie

Dryade hat gesagt…

Weißt du, ich finde es total schade dass ich vor ein paar Monaten (vor dem Umzug) alle meine Feministeninnenbücher ^^ in ein Antiquariat gebracht habe, weil ich sie seit Jahren nicht mehr in der Hand hatte. Damals habe ich mich nur schweren Herzens getrennt und habe nur die wirklich großen persönlichen Schätze behalten.
Hätte ich gewusst das dies bald dein Thema sein würde .... Schade!!!
Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Freude und Erkenntnis auf deinem Weg.
Aber ein kleiner Gedanke für den Weg, von einer "alten" Feministin: Nicht alle Stereotypen sind schwarz/weiß und in der Realität gibt es zum Glück auch ein paar Ausnahmen ins Sachen Geschlechterrollen und Leben :-)
Liebe Grüße von der Dryade

Khun Han hat gesagt…

Ich hatte mir vorgenommen, mich bei dem Thema herauszuhalten und abzuwarten, welche Entwicklung die Eule nimmt. Gute Gedanken finde ich übrigens in den Blogs von manchen Kommentator/innen. Dennoch will ich den Blick auf eine andere Ebene heben. Die Menschheit scheint in den letzten Monaten ihrer Umwandlung nun eine Phase zu durchlaufen, in der sich Widerstand bildet gegen jede Art von Vorherrschaft. Weltpolitisch zu sehen bei den Aufständen in den arabischen Ländern oder im Machtausgleich zwischen China und den USA. Im Sinne der sich abzeichnenden kosmischen Einheit soll kein Mensch mehr über den anderen bestimmen, keine Seele über eine andere Seele, keine Gehirnhälfte über die andere. Obwohl es wichtig ist, seine eigene Entwicklung zu verstehen und zu einem Abschluss zu bringen, könnte es ebenso lohnend sein, wach zu bleiben und an diesem Einheitsbewusstsein mit zu wirken, lohnender jedenfalls, als historische und kulturelle Studien zu betreiben und im Gegensätzlichen stecken zu bleiben.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo Beltane!
Ja, über die Bücher von Luisa bin ic auch sehr glücklich, und lese eigentlich immer ein´s (mal wieder) nebenbei...

Es war echt ´ne Befreiung da auszusteigen!
Frau geht viel anders durch diese Welt.....und jede ist schön....auf ihre Art!
Sei ganz lieb gegrüßt
Grey Owl






Hallo, lieber Ray!
...ich bemühe mich....ich bemühe mich...stets....und immer wieder...

Ich glaube.....Stillstand könnte ich gar nicht ertragen.....obwohl es doch manchmal not-wendig ist, auch mal inne zu halten, zurück zu blicken und noch mal alles zu reflektieren.....
Sei lieb gegrüßt
Grey Owl






Liebe Stephanie!
..ich integriere die weibliche Art zu denken, eine extra Sichtweise, ein Blickwinkel, den ich zu den anderen hinzu füge...
Sei ganz lieb gegrüßt
Rosi






Hallo Khun Han!
Keine Sorge, die anderen Ebenen vergesse ich keineswegs.

Ja, genau "das" waäre wirklich wünschenswert, aber, es ist ja eh schon "in Gang gesetzt", auch, wenn es jetzt noch nicht geglaubt wird. .....die Menschen werden gleich sein!
....sagt auch die indianische Seherin....

Es ist mir sehr wohl bewußt, das die Erde ein Gesamtbewußtsein hat, an dem wir alle Teil haben.

Mein Blick....geht in alle Richtungen, die ja auch nicht voneineander getrennt sind.....denke ich......
Liebe Grüße und alles Liebe
Grey Owl

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Liebe Dryade!
Ach herje,...so ein Mist.....
Na ja, macht nix....mit den Büchern.
Es erreicht einen immer "das", was einen erreichen soll.

Eigentlich bin ich auch eher der Mensch für die "Grauzonen"....und unterstelle eher den Männern schwar/weiß-Denken.

Aber wie ich sehe, ist auch "dies" ein breites Thema.....wo noch einige Interessante Dinge auf mich warten werden.
Ganz liebe grüße
Grey Owl