31. März 2011

Gedankenfluss im Äther

Es ist mir schön des Öfteren aufgefallen, dass auf verschiedenen Blogs über ein gleiches oder ähnliches Thema gepostet wird.

Wie oft setzte ich einen Post rein, schaute dann bei anderen, und dachte….Mist….sie denkt jetzt sicher ich hätte da was abgeschrieben.

Ist aber nicht so.

Wir sind halt doch alle miteinander verbunden!

Vegetarier in der DDR


Die liebe Alruna hat mich inspiriert und auch zum Schmunzeln gebracht. Sie möge mir bitte verzeihen, wenn ich dieses Thema hier aufgreife.

Vegetarier und DDR in einen Zusammenhang zu bringen, fiel mir bisher noch gar nicht ein. Wir kamen nicht auf derlei Ideen. Und bis in´s kleine Bergdorf Lichte wäre die Kunde von Menschen, die vegetarisch Essen sicher auch nicht gedrungen.

Wir haben in diesem System so abgeschottet gelebt, und es war alles „so“ normal. Was wir nicht wussten, konnten wir auch nicht kennen, oder leben. Zu DDR-Zeiten habe ich nie was von Vegetariern gehört, wusste nicht, dass es sie gibt. Allerhöchsten eine menschliche Abart des kapitalistischen Systems.

Da war keine Überflussgesellschaft, so wie jetzt. Wir waren froh Fleisch kaufen zu können. Deshalb hielten sich auch einige Leute zu Hause Tiere.

Die damalige Angebotspalette kann sich heute keiner vorstellen, wenn man´s nicht erlebt hat. Da war kein Paprika, kein gewaschenes Gemüse, nur eine Sorte von allem, nix bunt ….nur grau in grau… Entweder es gab diese eine Sorte, oder nicht.

Zum Beispiel Scheibenkäse. Vielleicht zwei mal im Jahr gab´s das, und der sah dem Heutigen nicht im geringsten ähnlich. Weiß, hart, krümelig.

Bananen, ja, Bananen, gab es auch nur ein, zwei Mal im Jahr.

„Eine“ Banane für jede Person.

Ähnlich war´s mit Melonen, die aus Ungarn kamen, ein mal im Jahr. In Windeseile sprach sich das im Dorf herum, und dann standen wir Schlange.

Allemal wussten wir den Wert der Dinge mehr zu schätzen, wie viele Menschen heute. Da wurde auch nix weg geworfen. Daher wohl auch meine „Mentalität des Aufhebens“. Ich wusste nicht, was mit „loslassen“ gemeint war.

Wenn ein Mangel herrscht, denkt man nicht über Vegetarismus nach. Man ist froh überhaupt ein Stück Fleisch in der Pfanne zu haben, und was anderes auf dem Teller. Was nicht bedeutete, dass nix „produziert“ wurde. Das meiste wurde für Devisen in´s kapitalistische Ausland geliefert. Und so war es mit fast allem.

Da gab es halt jeden Sonntag den obligatorischen Hasenbraten,….zumindest bei uns, weil wir uns welche hielten…… …und manchmal war´s sicher auch „Dachhase“. Wir wussten es nicht. Ich war es damals ohnehin irgendwann Leid. Wir dachten auch nicht darüber nach, dass viele Hasen zu enge Ställe, und nix von ihrem Leben hatten. Gut, bei uns war´s nun nicht so. Wir kümmerten uns um die Tiere. Nur viel Bewegung bekamen sie nicht…….wenn ich´s mir heute mal so überlege. Ich setze sie manchmal in den Garten, in´s Gras…..

Ich selbst habe aber nie Hunger gelitten. In unserer Bäckerei war immer Essen da…..und Landwirtschaft hatten wir ja auch noch.

Auch nicht jeder hatte genug Geld, obwohl „Lebens-Mittel“ viel billiger waren wie heute, weil sie vom Staat gestützt wurden. Die Preise blieben stabil.

Ein damaliger Durchschnittslohn betrug 400,-- Ostmark. Für Schichtarbeit und Arbeit mit gefährlichen Stoffen gab´s mehr Geld. Da konnte man sich dann schon was leisten…..und in den so genannten Exquistit-Läden kaufen.

Sagen wir´s mal so,……sicher gab es „Vegetarier“, aber nur wenig Bewusste. Sie hatten einfach kein Fleisch zum essen.

30. März 2011

Die "Welt" ist eine Frau





Die „Welt“ ist eine Frau. Die Erde ist weiblich.

Und sie erlebt das gleiche Schicksal durch die Menschen, wie die Frau durch die Herr-schaft des Patriarchats. Sie wird ausgebeutet, vergewaltig, verunstaltet, benutzt, ausgesaugt, als Ding gesehen, nicht gleichwertig, nicht als einzigartiger Organismus, der sie ist. Und so,…..zerstören wir uns selbst, wenn wir in dieser Weise Hand an sie legen.

Wir berauben uns nicht nur der Grundlage unserer Existenz, sondern auch einen Teil unseres Seins, unserer eigenen Seele.

Wir haben die Verbindung gekappt, um den Schmerz nicht zu spüren, aber……er holt uns ein….in Form von Depressionen, Burnouts, Borderliner…….Eine milde Form davon, ist wohl das „verkopfte“ Denken, das Ignorieren der Beseeltheit aller Dinge……die in dieser Gesellschaft nicht weiter auffällt, nicht als „Krankheit“ definiert wird, weil alles um uns herum genau so krank ist.

Es wird Zeit zu akzeptieren wer wir sind, uns zu erinnern, die mit Unmengen bedeutungslosen Müll verstopften Sinne zu öffnen und die Verbindung wieder herzustellen.

Dann gibt es eine „Weite“ zu sehen, zu fühlen, zu riechen, zu hören, zu schmecken……die grenzenlos ist…….die uns Zusammenhänge verstehen lässt, von denen wir bisher nichts „ahn-ten.

29. März 2011

Alte Geschichten und Deja-vu

Fallen wir wirklich irgendwann in unserem Leben in eine Zeittasche, in der wir einige unserer „alten Song´s“ wieder ausgraben, sie uns anhören und über die netten, weniger schönen, oder auch gefährlichen Geschichtchen, die wir in diesem Zusammenhang erlebt haben, nachdenken?

Ich hätte da „Eine“:

Es war kurz vor der Wende. Meine Tante, die in Mannheim wohnte, hatte ihren 60. Geburtstag. Mein Vater und ich beantragten einen Besuch bei ihr.

Bis kurz vor Zugabfahrt, wir saßen auf gepackten Koffern, lies man uns mit der endgültigen Entscheidung, ob wir nun fahren dürften oder nicht, warten.

Wir durften, ….für 10 Tage nach Mannheim. (So sah ich in etwa zu dieser Zeit aus.)

War alles eine rießen Sache für mich. Alles war neu, alles völlig anders. Am ersten Abend ging ich gleich mit meinen zwei Großcousin´s in die Disco. Ich lernte ein paar Amerikaner kennen, die mich spät nachts noch mit in ihr Kasernengelände mitnahmen.

Frau überlege sich mal,…..mit völlig Fremden fuhr ich irgendwohin, und keiner wusste, auch ich nicht, wo ich eigentlich war.

Ja, solche gefährlichen Sachen hatte ich auch später noch öfters drauf.

Als ich die Wohnung betrat, wusste ich, ich war hier schon mal,….was ja aber unmöglich war. Ich hatte es geträumt, genau diese Wohnung, von der Farbe der Küchenmöbel bis hin zum geblümten Badvorhang.

Mit den beiden hatte ich echtes „Glück“. Sie waren absolut anständig, taten mir nichts, ließen mich mit meiner Tante telefonieren, und brachten mich nach einem Frühstück bei Mc Donalds, was sie mir bezahlten, wieder zurück.

Zwei Tage später war ich mit meiner Cousine in Mannheim unterwegs. Da war eine neue Platte herausgekommen und der afroamerikanische Sänger gab dort gerade Unterschriften.

Da sah ich doch den „Einen“ meiner zwei Begleiter von vor zwei Tagen, der mich zu sich winkte.

Was dann kam, war für mich Ossi-Göre wie ein Märchen.

Ich lernte diesen Sänger kennen, fuhr mit ihm in seinem Auto zu einer Party…..wir tanzten, lachten, tranken………

Später wurde ich wieder nach Hause gefahren.

Ein unvergesslicher Abend.

Natürlich durfte ich keine Tonträger mit über die Grenze nehmen, aber ich kaufte mir später eine Kassette im Intershop von ihm.

Er erinnert sich mit Sicherheit nicht mehr, aber für mich, war´s unvergesslich.

Hier ein Song, der mir damals besonders gut gefiel, und wohl auch irgendwie auf mich zutraf.

Ja, ich glaubte ihm. Er hatte auch die Vision, dass alle Menschen Hand in Hand zusammen gehen könnten:

„If only I could“ (Link!!!)


Nachtrag: Wie wär´s, wenn ich hiermit ein "Stöckchen" auswerfe. Vielleicht hat ja eine/einer von Euch auch eine gute Geschichte auf Lager!!!



28. März 2011

Angels





Mit den Engeln machen wir es wie mit allem anderen auch.

Sie können nicht einfach nur mal „sein“.

Sie werden ge- und benutzt, in Schubladen gesteckt, in Hierarchien gepresst, Aufgaben werden ihnen zugewiesen, Aufträge erteilt und gewünscht was das Zeug hält. Die werden das schon machen.

Am Ende werden sie auch noch abgeurteilt und „fallen“ gelassen, verbannt in die Hölle und zum Schlechtesten degradiert, was es überhaupt so gibt. Man muss sich vor ihnen zu Tode fürchten und eine Unterhaltung mit ihnen, ist auch heute noch „schlecht“ angesehen. Gut, früher wurde man sogar dafür „verheizt“.

Ist das nicht völlig absurd?

Auch die gängigen Religionen nutzen sie für ihre Zwecke, was ihnen wohl tierisch auf den Zeiger geht.



Hat sie schon mal jemand gefragt, ob sie das wollen?


Vielleicht haben sie auch mal einen schlechten Tag?.......wo sie Herrn X und Frau Y nicht aus der Patsche helfen wollen, die sie sich selbst eingebrockt haben.

Vielleicht haben auch sie mal die Nase voll von der Dummheit der Menschen.

Hat da mal jemand drüber nachgedacht, dass sie nicht nur dafür da sind uns ständig den Hintern zu retten?


Wir haben jetzt eh eine Zeit erreicht, in der auch Engel sich mal zurück ziehen…….und einfach geschehen lassen. Sehen wir ja.


Ist wohl wie bei Kindern, die man irgendwann aus ihren eigenen Fehlern lernen lassen muss, wenn sie einfach nicht hören wollen.

27. März 2011

"Lebens-Mittel"

Dieses Wort habe ich noch nie gemocht.

Es klingt so wie..……“Mittel zum Zweck“…..industrialisiert…..eine Industrie daraus gemacht.

Also,…..ein „Mittel“ um zu leben, dass aus anderen Lebewesen besteht, die lebensunwürdig in Massen gehalten und „produziert“ werden.

Und damit nicht genug, sie werden angepasst, verändert, für den Menschen, um so effektiv wie möglich produziert und verkauft werden zu können, um so viel wie möglich Geld damit zu verdienen.…….was dann noch nicht mal gesund ist, nicht für den Menschen…….und schon gar nicht für „das Produzierte Etwas“, für das noch Namen erfunden werden müssen.

Und wird immer noch nicht genug daran verdient, werden diese „Lebens-Mittel“ sogar noch weg geworfen, vernichtet, nur, um die Preise in die Höhe zu treiben.

Dafür…..gibt es eigentlich gar keine Worte!!!

Diese desolate Gesellschaft macht mich immer wieder sprachlos.



Gestern Schnee, heute Sonne

Liegen geblieben ist natürlich nix vom Schnee. Wäre ja auch noch schöner.....jetzt, wo wir uns alle über den Frühling freuen!
Die Nächte sind immer noch klar und kalt.

Worte, die mir zufallen:
Magisch verzaubern wollt´ich jeden Tag,
ich weiß schon, woran das lag.
Tack, tack, tack in die Tastatur,
packt mich der Schreibwahn pur.


Befindlichkeiten: Wetterfühlig. Magengrummeln, faul......
Wochenendbilanz: Ich trinke in den letzten Tagen eindeutig zu viel Kaffee. Die Magie kam wieder mal zu kurz und das Schreiben zu lang. Hausarbeit. Gelesen habe ich auch noch nicht. Dann wenigstens Tennis oder auch mal ausnahmsweise einen Film heute.

25. März 2011




Bis mir die Erleuchtung kommt für noch ein paar sinnige, stimmige Posts, ziehe ich mich erst mal in´s Wochenende und meine Tagträume zurück. Ein bisschen ausspannen, das Wetter genießen,....obwohl,....da hörte ich doch heute es solle noch mal Schnee oder Regen in den nächsten zwei Tagen geben.

Na ja, ich dachte ich könnte Euch heute von meinem kleinen Spaziergang ein paar schöne Fotos mitbringen, aber da war noch nix Blumiges, eher Erdiges, was wenig attraktiv auf Fotos rüber kommt.

Trommel und Rassel rufen mich auch schon lange, wollen Klang und Schwingungen von sich geben.
Zum lesen liegt auch noch genug an, und viele Kassetten voller Tennis.........
Der Altar schreit nach Frühlingsgestaltung, vielleicht auch mal die Wohnung räuchern, oder........ einfach vor mich hin dösen.......
.......also, jede Menge zu tun.........
Ich wünsche Euch allen ein wundervolles Wochenende!!!

24. März 2011

Unsere "dunkle Seite" macht uns vollständig


Patriachal sozialisierte Menschen teilen gern ein,….in Gut und Böse, Freund und Feind, Schwarz und Weiß, Profan und Sakral.

Der „Fokus“ wird auf das Trennende gerichtet.

Diese entscheidende Einstellung weitet sich in alle Lebensbereiche aus. Bist das Eine, kannst Du nicht gleichzeitig das Andere sein……und auch Leben ist das Gegenteil von Tod.

Ganz anders im Matriarchat, wo wir eine Doppelwertigkeit haben, wonach alles eine lichte und eine dunkle Seite hat, und die dunkle Seite wird, im Gegensatz zum Patriarchat, nicht als böse empfunden. Sie ist Teil der Erde, des Lebens, des Ganzen.

Auch hier steht die dunkle Seite für das Sterben, aber, da das Leben im Matriarchat als ewiger Kreislauf verstanden wird, folgt dem Sterben immer wieder das Leben, was sich in der Natur in zahllosen Beispielen zeigt.

Es sind einfach zwei Seiten der selben Medaille, Das Eine bedingt das Andere. „Alles“ ist miteinander verwoben und hat eine Existenzberechtigung.

Auch die Mythologie der Großen Göttin ist von diesem Verständnis geprägt, und da die Frauen im Matriarchat als irdische Repräsentantinnen der Göttin betrachtet werden, dürfen sie vollständig sein, ohne das die dunkle Seite als böse abqualifiziert wird.



23. März 2011

Verträumter Tag


Zu früh auf, die Arbeit hinter mich bringen,

kochen, Staub, Wäsche…….

Jörg,…. Fragen, schreiben…..und dann….

endlich….träumen…….Tagträumen.

Gelbes Licht….Sonnenseite……

kleine Regenbögen an der Wand.

Der Mond im Westen untergehend,

die Sonne im Osten aufgehend…….

Trommelschlag.

Noch ein paar Worte lesen,

die Augen schließen,….

und wieder träumen….

tagträumen…..

Genießen, nichts tun zu müssen,….

durch die Wohnung schlendern,…..

mit einer Tasse Kaffe in der Hand…

und Donats…..

die Aussicht genießen,

Fenster schließen,

Alle lauten Geräusche draußen lassen.

Ahhhhhh………


22. März 2011

Schwester


Königin der Nacht,

bist alt und weise.

Ich komme zu Dir

und begleite Dich

auf deiner Reise.


Zeig mir alle Welten,

da, wo keine Regeln gelten.


Hinter dem Horizont

hör´ich Dich leise.

Hülle mich ein,

auf Deine Weise.


So werden wir Eins

für alle Zeiten,

mit den Schwestern

die in uns leiden.

© Rosi Sanchez Garcia

Geformt, manipuliert und weggeworfen


....und hier gleich noch ein Link!!!


Die Menschen müssen endlich aufwachen.

Da oben sitzen nur ein paar Familien, die die ganze Menschheit entmündigen, uns unser Leben aus der Hand nehmen und uns zu willenlosen Sklaven formen, mit denen man experimentieren kann wie man will, so wie sie es bereits mit der ganzen Mutter Erde tun.

Größenwahn!!!!!


Traumwelten


"Traumwelt". (Link!!!)

Ein wirklich schöner Post mit Sinnestiefe bei Rabenzicke!


21. März 2011

Kranke Gesellschaft


Ich glaube es ist nicht mehr zu übersehen, auch für die noch so Ignoranten, dass diese Gesellschaft schon lange krank ist.

Die natürlichen Bedürfnisse der Menschen sind unwichtig geworden, wurden geopfert für den Zweck von Profit und Macht. Und Mutter Erde ganz zu schweigen.

Es ist mehr als überfällig, dass da etwas geändert werden muss. Aber bevor geändert werden kann, muss „erkannt“ werden,….und man erkennt nicht, wenn man dem Mainstream folgt.

Auch kann man keine großen Veränderungen schnell herbei führen, und wenn, sollten sie auf jeden Fall friedlich sein.

Aber wie kann das umgesetzt werden, wenn wir allein sind, oder, wenn jeder denkt, er sei besser, klüger, reicher als der Andere, wenn wir uns immer getrennt von den anderen sehen.

Ganz eindeutig: Das Konkurrenzdenken muss weg!!!

Ganz konkret: Solidarität muss wieder her unter den Menschen, besonders unter den Frauen!!!

Es muss aufgeklärt werden, und…..die Bereitschaft zum zuhören, nachdenken, und vor allem „umdenken“ muss gegeben sein!!!

Keine große Revolution nach patriarchaler Art, und schon gar nicht mit Gewalt, sondern friedlich und klein….zumindest am Anfang,….und es muss wachsen.

Da wir nun mal so leben wie wir leben, müssen wir „genau DA“ anfange zu verändern!!! Da, wo wir leben, jeden Tag, im Alltag, zu Hause….und dazu müssen wir uns gegenseitig unterstützen!

Wir können auch keine alte Gesellschaftsform wieder auferstehen lassen, denn sie sind unter ganz anderen Bedingungen entstanden, die heute nicht mehr gegeben sind. Unsere jetzige geschichtliche Situation ist völlig anders.

Wohl können wir uns deren Werte zum Vorbild nehmen, denn es gibt sie noch, Gesellschaftsformen, die uns zeigen, wie es besser sein könnte, für alle Menschen. Aber leider werden auch diese bewusst zerstört. Die Grundlagen werden ihnen entzogen. Ganz konkret heißt das,…Land wird ihnen weggenommen und als Privateigentum verkauft. So etwas nennt man Kollonialisierung, Enteignung, Diebstahl.

Der zweite Fakt,….die Kirche missioniert, unterwandert, übernimmt und besetzt, so, wie sie es schon immer tat. Erfolgreich missionierte werden unterstützt, vor allem materiell und durch Privilegien, die sie von den anderen trennt, abhebt. So werden die Menschen dieser Gemeinschaft auf gespalten und richten sich am Ende gegeneinander,….was vorher eine Einheit war. So brechen diese Gesellschaften zusammen.

Deshalb ist es wichtig neue Formen anzustreben, neue Formen einer matriarchalen Ordnung (was keine Weiberherrschaft bedeutet, was nun langsam wirklich jeder wissen sollte!),….aus dem bestehenden Patriarchat heraus, in dem wir nun mal leben……..und wir müssen wachsam zu sein.



20. März 2011

Eine geschwisterliche Gesellschaft

In der matriarchalen Gesellschaft war die Bindung zwischen Schwester und Bruder viel enger, als jene zwischen Ehegatten, und sie hatte nichts Abartiges.

Als verwandt galten alle Angehörigen einer Sippe. Der Ehemann galt nicht als verwandt. Eine Liebesbeziehung konnte auch aufgelöst werden.

Die Männer einer Sippe waren die „sozialen Väter“ der Kinder ihrer Schwestern. Der biologischen Vaterschaft wurde keinerlei Bedeutung beigemessen.

Im historischen Matriarchat galten die Kinder nicht vom Mann gezeugt, sondern als von den Geistern der Ahnen empfangen, und durch die Frau wieder auf diese irdische Welt gebracht.

Innerhalb der Sippe ist die Vaterrolle jeweils von den Onkeln übernommen worden.

Im politischen Bereich spielt der Mann in erster Linie auch nur als Bruder eine Rolle. Der Bruder der Sippenmutter ist ihr Helfer, ihr Beschützer, ihr Delegierter nach außen. Der Bruder der Sippenmutter vertritt seine Sippe im Dorf- oder Stammesrat.

Er ist dabei Kommunikationsträger, nicht Entscheidungsträger.

Der Bruder-Delegierte vertritt die Meinungen und Entscheidungen der eigenen Sippe nach außen, jedoch der Sippenmutter gegenüber ist er Rechenschaft verpflichtet.


19. März 2011

Emotionaler Schub,....und heil werden.....

Unser Leben verläuft spiralförmig, wie der Weg auf einen Kegelberg, und irgendwann kommen wir immer wieder an einen Punkt, an dem wir schon einmal waren, nur, mit veränderter Sicht. So haben wir die Möglichkeit unser Leben aus immer wieder neuen Perspektiven zu reflektieren, unsere Veränderung, der eh alles unterliegt, unseren Wandel wahr zu nehmen, und zu erkennen.

Durch ein Gespräch mit einer guten Freundin wurde mir gestern wieder einmal erneut bewusst, dass Menschen nur bedingt verstehen können. Niemand kann nachvollziehen, was der Andere wirklich erlebt hat, es sei denn, man hat ähnliches erlebt, kann es nach fühlen, oder sich einfühlen.

Die Geschichte(n), Erlebnisse und daraus resultierenden Erfahrungen sind so unterschiedlich, dass wir nur bedingt verstehen können, was das Gegenüber eigentlich wirklich meint, denkt, und vor allem fühlt.

Dann kommen vielleicht noch zwei, drei Ereignisse zusammen, die eine Welle von Erinnerungen hervor bringt, die man meint schon längst abgeschlossen zu haben.

Ja, ich hatte es abgeschlossen, aber auf eine andere Art, wie ich es jetzt tun kann……mein früheres Leben.

Die Wucht und die Fülle des damals erlebten traf mich wie Keulenschläge. Unendlich tauchten Szenarien, Gesichter, Namen vor meinem geistigen Auge auf, die ich schon längst vergessen hatte. Man hätte drei Leben damit füllen können……

Schon damals war das Leben, dass ich etwa 20 Jahre lang führte für viele suspekt, moralanstößig so wie so und fast unglaublich, so dass Viele dachten, ich reime mir da etwas zusammen. Aber das tat ich nicht. Ich erlebte „alles“ wirklich! Ich hatte es gar nicht nötig mir etwas zusammen zu reimen,….weil es einfach alles passierte.

Auch habe ich damals nicht realisiert, dass sich viele Menschen, vor allem Frauen, nicht getraut haben so ein Leben zu führen,…waren dann neidisch und hassten mich dafür…..Frauen, die Frauen als Nutten und Huren geifernd beschimpfen….sind mir nicht unbekannt.

Männer sehen das noch einmal ganz anders, egoistischer, hoffen ein Stück „vom Kuchen“ zu bekommen. „Das“ sind meine Erfahrungen, und die, habe ich reichlich gemacht. Der gesellschaftliche Stand und das Alter der Männer waren dabei völlig unerheblich. Da, kann mir keiner etwas anderes erzählen!

Andere fragten mich aus, waren neugierige Voieure und gaben es dann bei Gelegenheit in der Runde zum Besten.

Ich war naiv und dumm. Mein Leben war für mich so normal wie das jeder Hausfrau……aber eben doch nicht……..

So erlebte ich Unmengen an Episoden fast gleichzeitig…..ja,….ich schlief auch sehr wenig….damals….Dazu blieb einfach keine Zeit.

Als dieses Leben abrupt mit einer Krankheit endete brauchte ich in etwa drei Monate ……um neu zu beginnen. Wo die Reise hin führt, wusste ich damals noch nicht.

Und dann kamen noch einmal drei Jahre…..bis ich endgültig abschließen konnte.

Es geht mir darum, dass ich heute dieses abgeschlossen Geglaubte noch einmal neu betrachten kann, aus einer völlig anderen Sicht. Vor Jahren wäre diese Sichtweise noch gar nicht möglich gewesen, weil mir das Wissen und die Erfahrung der letzten Jahre gefehlt hätte….und wer weiß, aus welchem Blickwinkel ich dies alles in zehn Jahren sehen werde……

Man sagt viel, wiederholt viel, auch von Anderen, Angelesenes, dass einem schlüssig erscheint, aber wirklich verstehen……tut man´s erst (viel) später, …und immer wieder,….auf eine neue Art.

Und mir geht es auch darum, dass die Erkenntnis der Reichhaltigkeit des Erlebten mich doch wirklich mit einer ungeahnten Wucht getroffen hat, die ich bis jetzt noch nie „so“ wahr genommen hatte. Es „war einfach mein Leben“….das durchaus nicht „so“ gewöhnlich war…...

Und genau auf solchen Wegen wird Frau/Mann, Mensch… „ganz“…und heil……findet zu sich selbst. Dieser Prozeß ist wohl nie wirklich abgeschlossen.

Da kann man nicht denken, mit Zwanzig die Welt zu kennen….

Aber auch „diesen Effekt“ kenne ich sehr wohl. Ich war nicht anders,….nur heute,….weiß ich es besser……


18. März 2011

Die Töchter der sieben Hütten

Im Norden Indiens gibt es das Volk der Khasi. Es besteht aus sechzehn Clans die von der natürlichen Ordnung der Mutter ausgehen.
Die Großmutter ist immer Oberhaupt und Priesterin des Clans. Die jüngste Tochter ihre Erbin.
Es wird gezeigt, wie zunehmend patriarchale Probleme in den matriarchalen Clan, in die Familien der Khasi gebracht werden.
Der Film (Link!!!) handelt von der jungen Clanhüterin, die damit beschäftigt ist, die Gemeinschaft in der Balance zu halten.

Unter anderem ist auch die Forscherin Christa Mulack zu sehen, im Gespräch mit einem Mann des Khasi Volkes. Während ihrer Unterhaltung, wo Frau Mulack ihm von den Schrecken des Patriarchats berichtet, sagt der Mann ganz selbsgewiss und zuversichtlich:"Die Welt wurde von einer Göttin geschaffen. Wir glauben an die Mutter als die Göttin."

16. März 2011

Entwarnung

Alles gut gelaufen! Nix passiert.....und auch sonst war alles friedlich!!
Aber ich glaube das liegt daran, dass man sich nicht mehr so oft sieht und dann viele Neuigkeiten auszutauschen hat.
In der kurzen Zeit des Zusammensein schneidet man keine Reizthemen an, nickt lieber einmal mehr als zu wenig,....hmmm.....ja,....natürlich,...Ihr habt recht.

In der Hauptsache habe ich mich mit dem Sohnemann beschäftigt und Jörg mit meinen Eltern.
Es wurde Kaffe getrunken, wie das halt so üblich ist, und der Kuchen war das Geschenk für Jörg.

Haben wir eine Aufgabe auf dieser Erde?

Manchmal frage ich mich.....was tue ich hier? Warum bin ich hier,....an diesem Platz?
Habe ich eine Aufgabe?



Heile die Erde, dort wo Du bist.“, sagt die Göttin zu mir.
„Wie?“
„Mit DEM, was Du kannst.“
„Ich kann nichts wirklich gut.“, sag´ ich zu ihr.
Sie lacht.
„Es liegt alles in Dir,….das Fühlen, das Heilen, das Wissen. Spüre dem nach.“
„…und was dann?“
„Nimm´ Deine Trommel und schlage den Rhythmus der Erde.
Nimm´ die Rassel und reinige die Luft. Rufe die Winde,….Du bist von ihnen umgeben.
Nimm eine Kerze und zünde sie an,….sprich mit dem Feuer.
Nimm ein Bad und trinke viel…..fühle das klare Wasser, sprich mit seinem Geist…..und werde Eins mit allem.“


Geburtstage

Zu Festlichkeiten, gehe ich, wenn ich eingeladen werde, und gewöhnlich wird eine Zeit ausgemacht, wann ich dort eintreffen soll. Dort richte ich mich nach den Gegebenheiten, erwarte nichts und stelle keine Forderungen. Ich stelle mich auf die Situation und die Person(en) ein.

Wisst Ihr, eigentlich hatte ich mich wirklich gefreut, auf meinen Vater, meinen Sohn, ja sogar auf meine Mutter, die das erste mal hier her kommt seit wir hier wohnen.

Nein, ich habe keinen Geburtstag, sondern Jörg….und er hat Nachtschicht, …schläft also bis nachmittags….liegt auch den starken Medikamenten, die er nimmt, damit er die Schicht durch hält.

Hätte Jimmy nix gesagt, hätte ich es nicht einmal gewusst, dass meine Eltern kommen.

Da wurde Kuchen gebacken und eine Zeit einfach so festgelegt, die in ihren Tagesablauf passt, von dem sie keinen Millimeter abweichen…..und die Welt hat sich danach zu richten….

….und dann noch trotzig reagieren, als ich sie bat, doch bitte eine Stunde später zu kommen.

Schade, diese ehrliche Freude hat wieder einen Dämpfer bekommen.

Die nicht gerade gute Beziehung zu meiner Mutter hatte durch den Abstand an Kilometern zu heilen begonnen….zumindest von meiner Seite…..

Ein anderer Tag wäre sicherlich auch gut gewesen….für eine Geburtstagsfeier. …….

15. März 2011

Bruder Wind

Ich wache früh auf und sehe den Himmel….immer noch , und immer wieder gern,….seit einem halben Jahr, hier in Neuhaus.

Ich habe zwar die Nähe zur Erde ein wenig verloren, nur ein wenig….ich rieche sie ja immer noch,…doch die Luft wieder mehr gewonnen. Der Kreis schließt sich.

Als Kind war der Wind mein Begleiter in den unzähligen Stunden im Wald, auf Wiesen und Feldern, wenn er mir um die Nase wehte, meine Stimme verschluckte, mich fast aus den Schuhe blies…..und mich manchmal von den Bäumen schüttelte. Aber ich liebte ihn, den Wind, und das tue ich auch heute noch.

So wie ich früher glücklich war im Wald zu sein, der mir immer das Gefühl des zu Hause seins gab und gibt, so bin ich heute glücklich, wenn ich den Himmel und die Wolken sehe,….und die Raben, oder die Elstern, die am Fenster vorbei fliegen, krächzen….wie ein Gruß aus einer anderen Welt.

Ich mag die „weite Sicht“, die Berge….so weit weg….am Horizont. Weite……..einfach nur Weite….

Auch redet er hier viel lauter, der Wind. Ich kann mit ihm spielen, früher und heute, ihm alles erzählen, und……ihm zuhören. Er weiß viele interessante Geschichten zu berichten……und immer wieder flüstert er mir zu….“Schwester“……..



14. März 2011

Neuer Lesestoff


Auch wenn das Lesen langsam gehen mag, weil die Augen schon am Lapi genug lesen, .......aber jeden Tag so ein, zwei Kapitel........
Nur,....habe ich meist drei, vier oder mehrere Bücher angelesen liegen, mit ganz unterschiedlichen Themen.
Da wären:
"Drachenzeit" von Luisa Francia
(geht schnell voran)
"Berühre Wega, kehr´zur Erde zurück" auch von Luisa
(geht langsam voran)
"Die wilde Frau" von Angelika Aliti
(geht schneller voran, ist gut geschrieben)
"Leben und heilen mit der Natur" von Mary Summer Rain
(geht sehr langsam voraus, ist sehr umfangreich)
"Anam Cara" von John O´Donohue
(noch wenig gelesen, aber interessiert mich sehr)
"Das Feuer der Baba Jaga", von Petra Schönbacher
(.....noch ein Viertel Buch ist zu lesen..geht recht schnell)

Bücher, die ich ständig wegen der Übungen liegen habe:
"Das Rückenbuch" von Luisa Francia
"Der wilde Blick", auch von Luisa
"Ohne Brille.." von Harry Benjamin
"Jin Shin Jyutsu" von Waltraud Riegger-Krause
"Windspiele" von Ute Schiran
Aus dem letzteren Buch sollen zwei Übungen von 13 ausgesucht werden.
Da bin ich gerade mit mir überein gekommen, dass es Übung 5 und 11 sein soll, die mir wohl am besten liegen.

Gespräch mit der Tödin

Unter mir wohnt eine alte Frau, über achtzig Jahre. Sie bekommt Chemo, und fast jeden Tag steht ein Notarztwagen vor der Tür.

Ich möchte es nicht unbedingt sehen, aber sie ist nicht zu übersehen, die Tödin.

Sie ist lustig drauf, springt im Kreis.

„Was freut Dich so?“, fag´ ich sie.

Sie erzählt mir, dass sie sich über die Ärzte freut, die ihr mehr geben als nehmen.

„Ja“, sag´ich, „ein System hat ihnen etwas gelernt, seitdem sie auf dieser Welt sind. Sie haben studiert, weil sie noch Ideale hatten. Sie wollten Leben retten.“

„Ein guter Köder“, sagt sie.

„Nur hinter diesem System steckt nichts, was menschlich ist. Wir sind Denen völlig egal. Hauptsache sie verdienen Geld mit uns, auf welche Weise auch immer.“

„Das ist Euer Problem.“, sagt sie. „Interessiert mich nicht durch welche Umstände ihr zu mir kommt.“

„Ich weiß. Die Menschen haben verlernt zu wissen“, sag´ ich zu ihr.

„Nun ja, die Menschen ängstigen sich seit ein paar tausend Jahren mehr und mehr vor mir. Das finde ich sehr schade. Ich kann ihnen so viel geben, bin wie eine, die ihr Hebamme nennt, nur, in eine andere Dimension, eine Hebamme in das Reich des All-ein-seins, wo Ihr alle zu Hause seid. Ich will sie abholen, strecke ihnen die Hand entgegen und sie wehren sich, was natürlich keinen Zweck hat. Aber genau DAS macht es für sie nur noch schwerer.“, erklärt sie mir.

„Ja, auch unser Hirn ist verdreht, umprogrammiert. Es scheint als können wir nicht wirklich glücklich werden, im Tod, wie im Leben nicht.“

„Dann ändert das mal. Auch mir ist dieses Gezeter und Gezerre zuwider.“, antwortet sie mir.

„Und, wann holst Du die Frau, unter mir?“, frag´ ich sie.

„Oh nein, noch nicht. Es gibt jetzt genug zu tun, in anderen Teilen dieser Welt.“

„Die armen Menschen. So viele sind es.“, geb´ ich zu bedenken.

„Was wunderst Du Dich? Das Meer rächt sich, die Erde. Haben die Menschen dort Mitleid mit den Walen, den Fischen, dem Ozean? Auch hat sich die Erde in ihrem langen Leben schon so oft verändert. Sie hat auch ihre „Zeiten“.

„Dann würde ich sagen, hat der „karmische Ausgleich“ mit der Gebietsseele, der deutschen Seele auch noch eine Rechnung offen.“

„Ja, so ganz ungeschoren kommt auch Ihr nicht davon. Vor nicht all´ zu langer Zeit ist hier viel Leid geschehen.“

„Wann und wo…wird was passieren?“

„Nicht jetzt,….und nicht hier,…..wo Du bist….“, sagt sie zu mir.

Ja, so ist das,….Alles hat seinen Preis…..., verlangt nach Ausgleich, hat seine Konsequenzen.......und verändert sich…..mit oder ohne uns Menschen.

Wie klein und unbedeutend wir doch sind……..