7. März 2011

Die naive Frau

…..erktennt die Macht nicht, die sie mit ihrer Passivität ausübt. Immer noch ist sie solz darauf zu Diensten zu sein, auch, wenn sie sich schon lange weit davon entfernt wähnt.

Welche Frau ein Mann auch immer möchte, „sie“ wird es sein.

Von dieser Vorstellung beherrscht, ist sie tief verletzt, bekommt typisch weibliche Symptome wie Migräne und Depression, wenn sie nicht gleichzeitig beschützt wie ein kleines Kind und mit Achtung und Vorsicht behandelt wird, wie es einer erwachsenen Frau gebührt.

Der ganze Kitsch vom Happy-End mit dem Traummann, der liebevoll, väterlich lächelt, und rührend um sie besorgt ist, mit Hochzeit in Weiß, Kindern, Haus und Auto ist eine Illusion, und kann auf Dauer oftmals nur als eine Lüge gelebt werden.

Der Anspruch, den sie auf Glück hat, kommt aber nicht vom Mann! Sie versuchen es dennoch immer weiter und weiter. Funktioniert es dann immer noch nicht, leiden sie resigniert, oftmals bis zur Selbstzerstörung und….der Mann ist Schuld.

Bei anderen Frauen sehen sie den Mangel an Glück in deren Leben als Beweis des Versagens und der Unfähigkeit an.

Allein, nur mit einem Mann glücklich sein zu können ist höchst unwahrscheinlich.

Wir brauchen die Gesellschaft von Menschen, Gleichgesinnten, Schwestern, nicht die Einsamkeit, die uns die alleinige Bindung an einen Mann bringt.

Welche Frau hat noch Zeit sich mit anderen zu treffen? Hier jedenfalls Keine. Das Kümmern um Mann, Haus, Hof, Familie ist wichtiger als sie selbst und ihre Interessen, auch ihre Bedürfnisse.

All „das“, was wir gelernt haben, wie es sein soll, war nie wirklich vom Leben so vorgesehen. Liebe, Ehe, Beziehung ist nicht Sinn des Lebens, sondern des Patriarchats.

Diese Deutlichkeit zielt jedoch nicht gegen den Mann, es soll nur klar gemacht werden, auf welchem für Frau irrealen Boden so genannte Liebe wächst.

Die Liebe als Basis für eine Gemeinschaft der Geschlechter ist eine sehr junge Erfindung, noch keine 200 Jahre alt.

Es ist auch nicht die Liebe, die Frauen weiterhin in die Beziehungskiste treiben, Vielleicht am Anfang, wenn das Verlangen noch groß ist, sondern die Angst vor der Einsamkeit.

„Ich will doch nicht so allein sein….“ Wie oft habe ich das gehört…..und wenn ich mal so ganz ehrlich bin…..habe ich selber schon so gedacht…..irgendwann…..

Nach vielen Jahren mit einem Partner rennt man auch nicht einfach auseinander, sucht eher Lösungen für Probleme, weil man bemerkt, dass es zusammen leichter sein kann.

Lösungen sind da aber nur möglich, wenn „beide“ , Frau und Mann, daran interessiert sind und daran arbeiten. Dazu ein späterer Post…

Kinder können gar nicht genug Mütter haben, werden in der Gemeinschaft aufgezogen, damit sie später seelisch gesunde Menschen werden sollen.

Eine Mutter braucht viele helfende Hände. Nur so ist sie im Stande ihrem Kind (Kindern) die größtmöglichste Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken, die es verdient, ohne sich selbst dabei zu vergessen.




Kommentare:

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe grey owl, ein engagierter, gefühlvoller intensiver Post, den ich gerne gelesen habe.

Wow, da hast Du Dir etwas von der Seele geschrieben.

Ich glaube Männern und Frauen wird es jeden tag leicht gemacht sich in den Zwängen der äußeren Welt zu verlaufen, die uns Rollen überstülpt, die mit uns einzigartigen, wertvollen Menschen nichts gemein hat.
Frauen sind nicht permanent hingebungsvolle, sanfte engelhafte Muttertiere, die in Selbstaufgabe ihre selige Erfüllung finden.
Männer sind nicht die Gewinnertypen, die ihre Frauen 24 h am Tag auf Händen tragen und vor allen Gefahren des Alltags beschützen.
Ich denke, dass Männer und Frauen in Beziehungen lernen müssen ihre Rollenklischees im Alltag zu erkennen um sie anschließend gemeinsam aufzugeben und sich als einzigartige Menschen zu begegnen.

Wir haben häufig Angst, dass der nackte Blick auf unser Alltagsego nicht so viel hermachen könnte, wie das Rollenklischee, aber der Preis einer Beziehung ohne Klischees ist meiner Meinung nach lohnend.

Liebe Grüße
Rainer

Mia hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Mia hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Das Kreativ-Team hat gesagt…

Hallo,

viele kleine Wahrheiten in diesem sehr schönen und bewegendem Post.
Wir werden oft in Rollen gedrängt und geformt von unserem Umfeld. Hoch ist auch der Anspruch dem gerecht zu werden was "sich gehört", was einem in der Kindheit von den Eltern bzw. der Mutter schon vorgelebt wurde. Wann hat sich meine Mutter schon - als wir noch klein waren - sich die Zeit genommen um mit einer Freundin auf einen Kaffee zu gehen oder auf eine Pläuschchen zur Nachbarin - so gut wie nie. Erst als sie in Pension war wurde sie aktiver.

Es ist so wichtig uns nicht zu vergessen, egoistisch und konsequent manchmal NEIN zu sagen.

Liebe Grüße,
Sabine (die Südseite des Kreativteams)

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Lieber Ray!
Ich war wohl immer nur "Ich", aber trotzdem, wohl eher unbewußt, auch in Rollen verhaftet.
Früher war ich sehr rigoros, was Kerle betrifft. Ich brauchte mir auch keinen Kopf zum machen. Da gab es immer einen Nächsten.
Da war ich aber auch noch jünger und hübscher...lach...!!!
Heute sehe ich die Welt mit ganz anderen Augen, und kann auf viel selbst Gelebtes zurück blicken.
Ich bereue nicht, na ja, nicht viel, und es war gut so das ich war wie ich war und jetzt bin, wie ich bin.
Liebe Grüße
Grey Owl

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo Sabine!
Meiner Mutter ging es ähnlich.Keine Zeit, nur Arbeit. Alles vorbereiten für "die Männer", mitarbeiten und hinterher weg räumen. (Wir hatten früher eine Bäckerei, ein Geschäft und Landwirtschaft). Selbst jetzt hängt sie nur an "dem Mann", ist unselbstständiger denn je.
Als Vater im Krankenhaus war, wußte sie nicht mal, wie der Fernseher angeht. Männersache....
Aber ich glaube, da hat sie wenigstens mal angefangen nachzudenken.....für eine kurze Zeit.....
Liebe Grüße
Grey Owl

Anonym hat gesagt…

Da hast Du wirklich mal heikle Theman angesprochen.
Reicht ein Mann überhaupt allein um eine starke Frau glücklich zu machen?
Im Leben nicht *lach*

Ich lebe seit nunmehr fast 6 Jahren mit 2 Männern zusammen - jeder hat seine Eigenarten und Vorzüǵe. Ich habe jahrelang darüber sinniert warum ich so lebe oder weshalb - es ist einfach so, ich liebe 2 Männer.
Schlechtes Gewissen wird mir eingeredet oder habe ich aufgrund Generationsdefizite.
Es ist nicht einfach dies zu tun ohne auf Gegenstoß zu kommen. Ständig musst Du Dich rechtfertigen, oft lügst Du auch damit es einfacher ist. Aber ich will es nicht mehr tauschen. Und es ist wie in einer WG mitunter. Jeder hat seine Aufgaben.

Das kann man feministisch auch andersherum drehen: ich halte mir 2 Männer. Ich habe die herrschaft, sie handeln nach meinen wünschen. Ja, auch das tun sie.

Natürlich ist es superschwierig, schlimmer als 4 Kinder würde ich schätzen (ich hab ein Kind vom ersten Mann) aber ich lebe es trotzdem. Das fühlt sich so verdammt gut an!

Es hat sich so entwickelt. Nie konnte ich treu sein meinem ersten Mann, bis ich den zweiten traf. Nun bin ich brav!

So, den Post hinterlasse ich jetzt mal anonym ;-)

Liebe Grüße!

B.

Dryade hat gesagt…

Ein zustimmendes Nicken von der Dryade.
Ja, ich denke das trifft den Kern, gut geschrieben!!
Wird höchste Zeit das wir alle aus unserem Dornröschen Traum vom Prinzen aufwachen und endlich beginnen wirklich gleichberechtigte Partnerschaften zu leben und zu fordern!! Das zu tun erfordert viel Mut und ist schon ein großer Schritt für eine.
"Change yourself and the rest will follow"

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Danke B. für den Mut.
DAS gefällt mir doch!
.....und warum nicht?

Es gibt so viele Männer, die mit 2 oder mehr Frauen leben und das ist "ganz normal".
Also, warum nicht auch eine Frau mit zwei Männern?!
LG
Grey Owl






LIebe Dryade!
Ja, mit dem "Aufwachen aus dem Dornröschenschlaf" triffst Du es sehr gut!!
Aber,....es sind noch zu Wenige, ...die überhaupt drüber nach denken und noch weniger, die es dann auch tun.
Danke Dir.
Sei lieb gegrüßt
Grey Owl

Anonym hat gesagt…

Und ich finde man sollte auch die Männer loben, die sich in der heutigen Zeit darauf einlassen, im öffentlichen Leben zu zweit neben/hinter einer Frau zu stehen.

Mir ist es manchmal peinlich, ich will keinen unterwerfen. Aber ich bin so glücklich, daß sie beide sich so arrangieren und mögen und an meiner Seite mit mir leben.

Zu Anfang war im Freundeskreis ein großes Fragezeichen wie was geht und ein Raunen, obs dem Kind gar schadet. Hach, dem tuts gut. Ist der Papa nicht da wird der andere halt gefragt, - nie ist man allein.

B.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Besser ein Kind hat mehrere Väter, Onkel, Mütter und Tanten als zu wenige.
Die Naturvölker machen es nach wie vor vor....auch die noch bestehenden matriarchalen Gesellschaftsformen.
Liebe Grüße
Grey Owl

carnam hat gesagt…

Wie sehr sprichst du mir damit aus der Seele!

Genauso wie zu unterschreiben ist, dass die Aussage, der Mann "wäre an allem Schuld", nicht richtig ist.
Männer werden von der Gesellschaft genauso unfrei gemacht, in Abhängigkeit getrieben und in ein Rollenbild gepresst.

Melancholisch grübelnde Grüße!

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo carnam!
Das Problem ist aber, dass die Männer es genau so wenig bemerken. Viele wollen es auch gar nicht bemerken, denn, sie haben immer noch die größeren Vorteile davon.
Sei lieb gegrüßt
Grey Owl

wuwoizar hat gesagt…

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