20. Oktober 2011



Happy Halloween!!!

…..und ich geh’ dann mal noch ein Stück tiefer in die „Unterwelt“, dahin, wo man total ausgeliefert ist…….eine Zeit bleiben muss, mit was weiß ich traktiert und vergiftet wird, sie Eine nicht so schnell wieder raus lassen, und oft an der Ertragungsschwellengrenze ist…….


Ich melde mich ab in’s Krankenhaus. Es wurden in meinem Kopf einige Sachen gefunden die da nicht hingehören. Undicht, soll da auch noch was sein……entzündlich so wie so…….also, auf dem Höhepunkt einen akuten MS Schubes.

Wenn ich zurück bin, melde ich mich dann wieder hier und berichte.


Euch allen eine "Gute Zeit" einstweilen........



19. Oktober 2011

Zwischenstand 2

Meine Unterweltsreise geht natürlich weiter. Ich bleibe bei Erishkigal.

Es gibt Vertrauen zu lernen, in mich selbst. Denn da, wo ich Hilfe und Vertrauen suche, geht’s meist nur um’s Geld…..auf dieser Ebene….. Schweigen, Fehlinformationen und Warten auf den nächsten Termin.

Da werden mir Befunde vorenthalten, gesagt, dass keine neuen Entzündungsherde im Rückenmark wären,…lt. MRT. Im Befund, den ich nun von meinem Hausarzt, der ihn angefordert hat, in die Hände bekommen habe, steht aber, dass doch Entzündliches gefunden wurde. Und auch im Blut sind die Entzündungswerte höher als normal.

Dann habe ich erfahren, dass von „einem“ Arzt nur ein Arial der Wirbelsäule im MRT per Quartal zur Untersuchung angewiesen werden darf. Was für mich bedeuten würde, dass ich mich jetzt noch ein gutes halbes Jahr mit dem entzündlichen Rückenmark, was ja nicht besser wird, rumlaufen müsste.

Deshalb sollte ich wohl in eine Klinik eingewiesen werden, weil die dann wohl schneller und mehr anweisen können, was MRT-Ergebnisse betrifft. Nur finde ich das eine Uniklinik, wo ich mit Sicherheit noch mal allerlei Test absolvieren müsste (die vielleicht gar nicht sein müssten), wenn doch die Diagnose MS schon seit 16 Jahren feststeht, übertrieben ist.

Die Symptomatik ist ähnlich wie am Anfang. Ein Schmerz der nicht zuzuordnen ist, der dann weg geht, und nach kurzer Zeit beginnen die Missempfindungen, Krämpfe……und da hab’ ich noch Glück, dass ich „noch“ laufen kann!

So hat sich das nun „komischerweise“ fast von allein geregelt, da „drei“ unterschiedliche Ärzte „drei“ unterschiedliche Ariale angewiesen haben. Nur, dass ich wieder mal auf einen neuen Termin warten muss. Am 1. 11. muss ich „noch Mal“ in die Röhre. Es konnte diesmal „Nur“ der Kopf gemacht werden. Da spielte es auch keine Rolle, dass ich schon eine Überweisung für den „Rest“ von meinem Hausarzt dabei hatte.

Obwohl mein Hausarzt durch und durch Schulmediziner ist, und daher das pflanzliche Cortison als Scharlatanerie ansieht, hat er meine chemische Dosis reduziert. So habe ich jetzt halbwegs wieder einen klaren Kopf. Morgen frage ich nach den Ergebnissen der Kopf-MRT, und werde dann ggf. wieder zu ihm gehen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Mit ihm kann man wenigstens reden.

Was meine eigenen Pläne mit pflanzlichem Cortison betrifft, hat die Apotheke nicht mitgespielt.

Im Internet finde ich da immer wieder Weihrauch. Was für mich bedeutet, dass ich meine tägl. Dosis, in diesem speziellen Fall, einfach mal erhöhen müsste (hab’ heute damit angefangen).

Da war da noch die Rede von Ribis nigrum, Johannisbeerknospen Frischsaft Urtinktur. …..aber bis jetzt nicht im Zusammenhang mit MS.

Alles ein wenig verwirrend……

Gesundheitlich hat sich nichts verändert. Der Dauerkrampf in Fuß, Rippen- und Rückenmuskulatur, bestehet weiter, ebenso wie die zahlreichen Missempfindungen, und unsicheres Gehen, dass meine volle Konzentration erfordert. Nur der Wissensstand hat sich ein wenig erweitert, was schon ein Vorschritt ist.

Wenn ich vom Arzt nicht bekomme, wozu ich eigentlich dort hingehe, kann ich mir eigentlich wieder nur selber helfen.

……und dann war da auch in den letzten Tagen mein armer Lapi krank. Deshalb kam ich auch nicht in’s Internet. Alles musste neu gemacht werden. Ich hoffe, jetzt ist er wieder gesund…..nur ein klein wenig anders sieht’s schon aus, was die Grafik betrifft.


16. Oktober 2011

Zwischenstand 1

Zwischen Frühstücksteller und Kochtopf,……mal schnell mit Copal geräuchert und gerasselt. Ist das sinnvoll? Ich meine wenn die Zeit nur so knapp bemessen ist,…..zwischendurch…….

Seit ein paar Tagen nehme ich Tabletten ( Carbamazepin, Tolperison ), die ich früher schon einmal hatte. Die Symptome sind vorerst so, dass ich halbwegs den Tag durch stehen kann. Trotzdem krampft es immer noch, und ich kann mich schlecht aufrecht halten. Ich fühl’ mich wie auf Drogen. Kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Wie soll ich da als Fußgänger am Straßenverkehr teilnehmen, wenn ich morgen zum Hausarzt laufen muss? Ich muss mich eh schon beim laufen ziemlich konzentrieren. Das ist ja beängstigend, wenn nicht sogar gefährlich.

Alles sehr seltsam. Die Ursachen (eigentlich kann ich mir aus Erfahrung denken wo der Entzündungsherd liegt) müssen gefunden und eingedämmt werden. Es wird ja schließlich nicht einfach mal so wieder besser…….

Und dann hatte ich da auch so eine Idee. Wieder mal die „Selbsttherapie“. Pflanzliches Cortison in der Apotheke besorgen (wenn’s erschwinglich ist), und das dann schon mal einwerfen…….und schauen, ob’s besser wird. Was könnte schon passieren…..?

Natürlich werde ich morgen meinen Hausarzt davon in Kenntnis setzen, denn meine Neurologin hat erst mal zwei Wochen Urlaub. Er wird mir sicher etwas dazu sagen……denk’ ich…..


14. Oktober 2011

Also, im Klartext auf „dieser Ebene“ heißt das:

Der Arzt, der nur die Nervenmessung machen sollte, übernahm das Zepter. Schickte mich auch zum MRT, dem ich noch zustimmte. Dann wartete ich wieder bei ihm fünf Stunden bis ich dran kam, ….…zur Auswertung. Komisch fand ich nur, dass manche Leute die nach mir kamen viel früher wieder raus gingen. Er gab mir nur einen klaren, für mich verwertbaren Satz: In der Wirbelsäule habe er keinen Entzündungsherd gefunden.

Sehr beruhigend. Aber da die Beschwerden zunehmen muss es ja irgendwoher kommen und ich fragte ihn nach dem Kopf, ob da vielleicht was zu sehen sei. Tja, das hatte er nicht angewiesen beim MRT.

Überhaupt blieben meine Fragen ohne Antworten. Er schien nicht hören zu wollen was ich sagte. Stattdessen erklärte er mir, was er vom Patienten erwartete, und seine Praxis war übervoll. Während der Behandlung rannte er einige Male raus. Ich hatte kaum Gelegenheit überhaupt was zu sagen….und ich hatte mir doch so sehr eine Antwort erhofft, damit ich mir ein „Bild“ machen kann, für meine Imagination, um selbst etwas tun zu können. Da kam nix vom alten Mann der weißbekittelten Zunft. Ich hörte nur, wie er abfällig über Patienten redete, und seine Sprechstundenhilfen runter machte. Ein Despot vom „alten Schlag“, wie er im Buche steht. Ich ließ mich überrumpeln und widersprach nicht, als er mich nach Bamberg in die Uniklinik überweisen wollte. Ja, er konnte sehr überzeugend sein.

Als ich da raus ging, war ich noch fertiger wie zuvor. Nix war wirklich klar. In so einem Zustand der Verwirrung war ich lange nicht mehr. Ich war fertig mit den Nerven, ich geb’s zu, dass mir das auch mal passiert, und diskutierte stundenlang mit Jörg…..und ich war froh, dass er da war……und am Ende beschlossen wir, was ich nicht von ihm erwartete, weil er eigentlich auf Arbeit musste, dass wir am nächsten Morgen einen Spontanbesuch bei meiner behandelnden Ärztin machen,….ohne Überweisung, ohne Termin…..

DAS war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, denn ich war so ganz alleine kaum mehr in der Lage…..überhaupt eine Entscheidung zu treffen…...

Ich bat sie mir zu helfen,….und sie tat es. Seitdem fühle ich mich besser, auch, wenn die physischen Beschwerden weiter zunehmen……weiß ich, dass ich jetzt richtig bin.

Ich rief am nächsten Tag den Arzt an, und sagte alles ab, was er anberaumt hatte.

Jetzt muss ich noch mal in die Röhre, weil er „vergessen“ hat, den Kopf mit zu untersuchen ( wie es mein Hausarzt lächelnd bemerkte). Hätte er mich genügend darüber informiert, was da mit mir passiert, hätte ich ihn sicher darauf hinweisen können, dass es doch vielleicht besser wäre, wenn……aber ich wusste ja von nix. Als ich mein Erstaunen äußerte, gab’s wieder keine Antwort vom ihm. Eher eine sehr verwirrende Frage.

Ich denke, ich wird’ mal versuchen meinen Hausarzt zu überreden, dass er die Ergebnisse vom MRT von dem Arzt anfordert, damit ich die mit zu meiner Ärztin nehmen kann. Am Montag muss ich so wie so wegen der Blutwerte dahin.

Ich hätte meinen allerersten Impuls folgen sollen, als ich den Arzt sah. Denn das Bild war mir klar vor Augen. Ich sah auf meine Füße, die sich zur Tür drehten,….und ich sah mich da unverrichteter Dinge wieder raus gehen.

Ich hätte es tun sollen!

Aber ich hatte Angst, wollte Hilfe, war eh schon fix und fertig, und Jörg hatte „extra“ Urlaub genommen,….wir waren extra da hin gefahren……sagte mir mein Kopf…..

Ich hätte NICHT auf ihn hören sollen! ….egal, was wer sagt………

Soviel zu meiner Lektion, die ich wohl lernen soll. Aber so heftig hätte es nicht wieder kommen müssen……..wie’s jetzt ist. DAS finde ich nun gar nicht so berauschend. Denn ich habe übelste Mühe mit den Missempfindungen und auch langsam mit dem Laufen.

Es wird Zeit, das was passiert……vorerst mit dem chemischen „Tabletten-Pflaster“ namens Cortison……denke ich mal. Und vielleicht,…..muss ich sogar noch ins Krankenhaus……damit’s mir per Tropf eingeflösst wird. Das wird dann die Ärztin entscheiden, nachdem ich nächste Woche Dienstag in der Röhre war, und sie,…..in zwei Wochen wieder aus dem Urlaub kommt.

Im Notfall, wäre sie sogar bereit, mir in ihrem Urlaub zu helfen.

Ist doch ein Wort!

13. Oktober 2011

Ereshkigal nimmt mich bei der Hand und lacht. So schutzlos und nackt wie ich nun bin nachdem ich alles abgelegt habe auf dem Weg zu ihr, zieht sie mich in dunkle Gänge und kichert leise vor sich hin. Immer noch bin ich nicht mit jeder Faser meines Körpers, meines Geistes, meiner Seele bereit ihr zu Folgen. Am liebsten würde ich mich losreißen und davon rennen, wieder zurück, in die vermeidliche Sicherheit, die nie eine ist, die doch nicht existiert. Nur Augenwischerei, Selbstbetrug. Denn Sicherheit, in der man sich gerne wiegt, gibt es nicht.

Mein Hirn weiß, dass ich nicht entkommen kann. Warum ist das nur so schwer zu akzeptieren? Ich muss Ereshkigal mitten in’s Gesicht schauen, und sie ist nicht das, was man schön oder angenehm nennen könnte. Sie fordert mich auf die Augen zu schließen, und ihr zu folgen. Aber da fehlt noch immer ein Stück Vertrauen. Und so muss ich dann doch wieder durch alle Phasen gehen, es mir unnötig schwer machen. (Ignorieren, Starre, Absturz, Aufprall, Strampeln,…..Einsicht des nicht ändern Könnens, Akzeptanz, Loslassen, und später…….Aufstieg und Heilung……). Ich folge ihr.

Sie führt mich in ein Labyrinth. Es ist kalt und dunkel. Die Wände sind hart. Ich hole mir blaue Flecke, Abschürfungen, Schnittwunden, Prellungen und Schmerzen. Ich kann meinen Körper kaum noch spüren. Aber sie zieht mich weiter. „Was ist los? Vertraust du mir etwa nicht?“, fragt sie mich. „Ich bin du, und du bist ich. Wir sind Eins.“

Von Zeit zu Zeit fordert sie mich auf die Augen zu öffnen. Und jedes Mal, wenn ich das tue, hat sie einen anderen Spiegel für mich bereit in den ich schaue. Oder eine Furchterregenden Maske mit verzerrtem Gesicht, die mich erschreckt.

„Was hast du eigentlich in den letzten Jahren gelernt? Zeig es mir!“, fordert sie mich auf.

Das, macht mir jetzt noch mehr Angst. Ich zittere, mag keinen Schritt mehr tun, mir nichts mehr ansehen oder anhören. Sie lacht und treibt es noch bunter. Verwirrt mich, schüchtert mich ein, beeindruckt mich und streut bewusst ein paar Lügen ein,…..die ich erkennen sollte…….

Aber die Maske der Lüge ist recht hübsch anzusehen. Sie ist freundlich, lächelt und erweckt Vertrauen. Sie verspricht Hilfe, die ich doch so dringend suche und brauche. Diese Maske der Lüge redet, wickelt mich ein, spielt ihre Erfahrung aus, appelliert leise, fast unmerklich an mein domestiziertes, angepasstes, erlerntes, übergestülptes Verhalten. „Gehorche.“, sagt sie. „Gehorche und folge. Ich stelle hier die Regeln auf. Du bist auf meinem Terrain. Gib die Verantwortung ab. Leg’ sie in meine Hände, so wie man es dir gelernt hat. Es ist doch so leicht und viel bequemer.“ Sie lächelt mich freundlich an, nimmt sogar meine Hand und drückt sie leicht. Ich bin beeindruckt. Ich versuche mit ihr zu reden. Ein freundliches Gespräch zu beginnen. Sie antwortet nicht, und lockt mich in eine dunkle Ecke, aus der es nun mehr kein Entrinnen zu geben scheint. Das erkenne ich jedoch viel zu spät. Dort stehe ich einer blitzenden, blinkenden, sicher verändernden Maske mit wirrem Ausdruck gegenüber. Die Maske der Lüge, macht mich mit der Maske der Verwirrung bekannt. Die setzt mir gewaltig zu. Bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Hinter mir schließen sich die Gänge. Ich weine. Halte mir die Hände vor’s Gesicht. So stark, wie ich zu sein glaubte, scheine ich doch nicht zu sein. Die Wände rücken immer näher. Ich bin verzweifelt. Kann nicht mehr entkommen. Ich brauche Hilfe. Denn allein, komme ich hier nicht mehr raus. Das wird mir immer klarer.

Ich rede leise vor mich hin, versuche meine Gedanken zu ordnen, mich zu beruhigen. Aber es gelingt mir nicht. Es wird alles nur noch schlimmer. Vor mir tut sich ein Abgrund auf. Der einzige Ausweg, um hier wieder raus zu kommen. Tausend Stimmen quasseln auf mich ein.

Ich will springen.

Im letzten Moment packt mich etwas bei der Hand und zieht mich zurück. Ein Helfer, den ich schon längst vergessen hatte, dem ich nicht zugetraut hatte, dass er mir uneigennützig zur Seite stehen kann. Ein karimscher Helfer, der mir wohl, für solche „Fälle“ zur Seite gestellt wurde. Während er mich zurück zu Ereshkigal führt reden wir laut miteinander. Kann ich ihm vertrauen?

Er versucht mir klar zu machen, wo sich bei mir Mängel und Fehler eingeschlichen haben. Ich glaube ihm nicht. Und ich denke zu bemerken, dass er vielleicht selber nicht so genau weiß, ob er richtig liegt mit dem, was er mir sagt. Gemeinsam hatten wir eine Lösung gefunden, als wir bei Ereshkigal angekommen waren.


Sie schaut nicht gerade zufrieden drein. Sie zischt mich an, spricht laut mit sich selbst während sie aufgebracht vor mir ihre Kreise zieht. Dann baut sie sie sich vor mir auf. „Du hast deine Prüfung nur mit einem „Spickzettel“ bestanden. Was soll ich nur mit dir tun?“

Wieder geht sie vor mir hin und her. Jetzt spricht sie leiser.

„Gut. Komm mit mir.“

Der Helfer bleibt zurück, und ich folge ihr.

Ganz unerwartet führt sie mich zu ihrem Schlafplatz. „Ruhe dich aus. Wir reden wenn du wieder aufwachst.“

„Du bist gefordert das Gelernte, deine Erkenntnisse umzusetzen, in dieses Leben, in deinen Alltag zu integrieren und dazu zu stehen. Dein vieles Wissen nutzt dir nichts, wenn du es nicht anwenden kannst.“, sagt sie mir als erstes, als ich die Augen wieder öffne. „Du bist immer noch zu feige, zu ängstlich, lässt dich einschüchtern, beeindrucken und verwirren. Am Ende stehst du vor einem Abgrund und brauchst Hilfe. Lerne dich durchzusetzen!“

Ich schaue sie nur an. Kann nichts sagen. Ich weiß, sie hat Recht.

Sie fragt mich nach meinen Gefühlen, meinem Bauchgefühl, den ersten Impuls.

„Du musst ihm vertrauen, deinem Instinkt, deinem Bauchgefühl, dem ersten Impuls vertrauen, und,…..vor allem ihm folgen, ohne darauf zu achten, was andere darüber denken könnten. In dem Fall musst du wirklich einfach nur handeln, und nicht so viel denken. Dein Hirn redet unablässig, wirft alles tausend Mal hin und her, verwirrt dich, lässt dich alten, erlernten Mustern folgen, und nicht „Dem“, was gut für dich ist.“

Sie bohrt weiter, fragt: „Was hast du gesehen? Welches Bild hattest du vor Augen? Das aller Erste.“, will sie wissen.

Ich erzählte ihr haargenau von diesem ersten Impuls, dem Bild, das ich dabei sah. Ich hatte es wahrgenommen, aber beiseite geschoben. Bin der Vernunft gefolgt, dem, was mir mein Hirn sagte.

„Das war falsch.“, sagte sie und drehte sich von mir weg. Ich merkte, sie war enttäuscht.

„Es tut mir leid.“, versuchte ich zu erklären.

„Das muss es nicht.“, sagt sie. Und plötzlich lächelt sie. „Ich verzeihe dir.“ Sie umarmt mich. „Aber bitte merke es dir. Hab’ keine Skrupel anderen Menschen gegenüber deine Meinung offen zu vertreten, dich durchzusetzen. Egal wer da vor dir steht, und wie wichtig er zu sein scheint, oder überzeugend er redet, dich einwickelt. Erkenne die Lüge, und vertrauen nicht jedem Fremden bedenkenlos. Nicht jeder meint es so gut mit dir wie ich. Schau ihn an mit deinem Herzen, und sieh wer er wirklich ist. Denn die nächste Prüfung kommt bestimmt……..schon bald……“

10. Oktober 2011

So eine "Reise" braucht Mut

Wie das auf so einer Reise nun mal ist, bewegt sich vieles im Unvorhersehbaren, im Verborgenen. Frau steigt nach unten, in die Finsternis, kann die Hand vor Augen nicht sehen, und auch nicht, vorüber sie gelegentlich stolpert (autsch,…das hat ja weh getan…). Sie stürzt, rutscht ab, und fällt auch schon mal in die Tiefe. Im Moment bin ich ziemlich weit unten (vermute ich), und ich weiß nicht, wie tief es „noch“ runter geht. Und auch wenn ich versuche immer wieder mal ein Stück nach oben zu klettern, zieht mich irgendetwas wieder runter, hält mich fest. Es scheint, als habe ich den „Grund“ noch nicht erreicht. Versuche, zu früh wieder nach oben zu klettern, (wo doch dort noch wichtige Informationen Erkenntnisse) lauern). Denn da gibt es wohl noch etwas, ganz tief unten, auf dem Grund, wo meine dunkle Schwester steht und ruft. Nur, ich scheue mich, habe Angst, will es nicht wahr haben, dass ich doch noch weiter runter muss, anstatt schon wieder nach oben. ….wo es so schön hell „scheint“…..

Es bleibt mir nichts anderes übrig. Ich kann nicht auf halbem Wege aufgeben. Ich muss auf das hören, was sie mir zu ruft, ihr entgegen gehen, und sie umarmen.

So ist es wahrscheinlich das Beste, alles, wirklich alles abzulegen, und mich um Urvertrauen einfach fallen zu lassen, anstatt aus Angst schon wieder unverrichteter Dinge zu strampeln, und umkehren zu wollen. Mut ist jetzt gefragt. Das steht mal fest, wie „eine gute Bekannte“ zu sagen pflegt……..


Im Klartext, auf "dieser Ebene", heißt das, dem Unvermeidlichen in’s Auge zu blicken, und zu akzeptieren, was im Moment nicht zu ändern ist. Denn gesundheitlich steht’s nicht zum Besten. Fast meine gesamte linke Seite ist verkrampft und wie taub.

Der morgige Tag wird hoffentlich Klärung bringen. Ich werde berichten, wenn ich (vom Arzt) zurück bin.



6. Oktober 2011

Noch, bin ich in der Unterwelt unterwegs. Das erledigt Frau nicht eben mal so nebenbei. Deshalb, ist es auch hier im Blog etwas still geworden. Aber ich denke, dass ich doch ab und zu mal auftauchen kann, um zu berichten.

Als erstes bringe ich Träume mit. Und ich träumte tatsächlich von einem „gegrabenen Gang, in die Erde“, in die Dunkelheit, von „blauen Steinen“ und „getrocknetem Drachenblut“ an meinen Füßen.

Eine „Lektion der Ausgewogenheit“ gab Frau mir ebenfalls mit auf den Weg, um darüber nachzudenken, was vielleicht wieder in meinem Leben in’s Gleichgewicht kommen soll. Einen neu gestalteten Altar, Bücher zum lesen, und,…..ganz unspektakulär, ein Video. Der Schauspieler Adam Beach, wie er über Frauen in seinem Stamm und seinem Leben spricht.



Ich geh’ dann mal wieder, ….in die Unterwelt zu meiner dunklen Schwester, und schaue, was sie noch so für mich hat………


2. Oktober 2011

Inanna/Ishtar’s Gang in die Unterwelt

Ishtar unternimmt in dieser ursprünglichen Form des Mythos eine Reise zu ihrer Schwester Ereshkigal in die Unterwelt, was nichts anderes bedeutet, als eine Reise in sein Innerstes Selbst zu unternehmen, und in seine dunkelsten Ecken zu schauen. Auf den Weg dorthin, legt man alles weltlich ab. Jede Eitelkeit, jede Form von weltlicher Macht, Vorstellungen, Vorurteile, Gewohnheiten…….Und es ist nicht einfach diesen Weg zu gehen, alles abzulegen, was einen in dieser Welt so wichtig erscheint, und so viel bedeutet.

Es ist eine Zeit des Innehaltens, der Ruhe, dem Beschäftigen mit sich selbst.

Die Natur macht es vor, dass es nur zu wichtig ist, sich diese Zeit zu nehmen, diesen Weg zu gehen, sich selbst zu stellen, mit all’ seinen angenehmen und unangenehmen Seiten und Erscheinungsformen……die Mann/Frau sich oft erst einmal eingestehen muss,….um zu erkennen….daraus zu lernen,…..es beim „Wiedereintritt“ in diese Welt (diese Ebene) besser zu machen, reifer zu sein.

Aber so ganz allein, wie wir in unseren tiefsten Tiefen auch sind, bedarf es oft ein wenig Hilfe. Denn niemand schafft alles allein. Jeder mag da seine eigenen Helfer haben, und sich auch gerne helfen lassen.

Genau diese Geschichte wurde nun von fast jeder Religion auf irgendeine Weise, zweckdienlich neu erzählt. Aber, sie bleibt die Gleiche. Ob nun Jesus in der Wüste, Buddha unter dem Bodhi-Baum, Mohammed auf dem Berg oder eben ursprünglich die Göttin, die in die Unterwelt reist, es bleibt was es ist.

Und war nicht Inanna eine meiner Göttinnen für dieses Jahr?! Sie haben mich alle drei in den vergangenen Monaten begleitet. (Link!)

Dieser Mythos sagt auch im gleichen Maße aus, DAS wir wieder (weiser) zurück kommen, uns mutig den Herausforderungen stellen sollten…..und,….weiß die Göttin, ich weiß, wovon ich rede…….

Ich wurde entschleunigt,….in dieser Zeit. Und das war nicht das erste und auch nicht das zweite Mal. Hohles Geschwätzt zieht nicht mehr. Vieles geht im Moment langsamer. Pausen müssen eingelegt werden. Ich muss Ruhe finden, in mich gehen. Wieder einmal war ich zu schnell unterwegs, zu enthusiastisch, zu aufgeregt. Egal ob nun positiv oder negativer Stress. Es schüttet Hormone aus, die im Körper allemal ihre Wirkung tun.

So komme ich nun, nach der Zeit des ersten Schreckens, der Starre, der Ablehnung, Verweigerung, wieder einmal in die Zeit des Innehaltens, der Ruhe, des Überdenkens, und auch….. Sich-heilen-wollens, Sich heilens, um wieder stark zu werden, mit neuen Mut weiter zu machen,…..in einiger Zeit. Nur jetzt,……scheine ich erneut an einem Punkt des (Aus-) Ruhens angekommen zu sein, auch, der Akzeptanz des Zustandes,…..im Moment nichts ändern zu können………und es fällt schwer. Das könnt Ihr mir glauben.

Es bedarf wieder einmal des Mutes, der Willensstärke, der Einsicht, und des Vertrauens in mich selbst, um meinen Weg zu gehen.

Ich glaube es geht vielen Menschen, besonders Feinfühligen, die sich auf die Zyklen der Erde eingestellt haben, ähnlich wie mir, nur,….auf andere Weise……..

1. Oktober 2011

Komisch ist, dass matriarchale Strukturen als paradiesisch bezeichnet werden, aber dann immer wieder als nicht bewiesen, unglaubhaft, unerreichbar, unumsetzbar in’s Lächerliche gezogen werden.

Tja, so kann das wohl nix werden, mit dem Paradies,……für uns Menschen……