31. März 2015

30. März 2015

Lösungs-Suche


Montag, den 30. März 2015 – 18.13 Uhr
Das ganze hat mich so derart mitgenommen, dass ich diese Nacht nicht schlafen konnte. Das ging mir alles so durch den Kopf:
- Was ist das für Gestank?
- Ist dieses Problem überhaupt behebbar? Und wenn, wie?
- Wird der Gestank je da raus gehen?
- Sollte ich vielleicht die Sachen, welche wir schon in die Wohnung gebracht haben, wieder raus holen und derweil im Haus meiner Eltern deponieren?
- Sollten wir vielleicht sogar vom Mietvertrag zurücktreten?
- Was wird dann mit dem Umzug? Alles ist „angerichtet“. Die alte Wohnung gekündigt. Der Urlaub eingereicht. Die Leute und das Auto bestellt.
- Vielleicht sollte ich sogar die aller erste Wohnung in Betracht ziehen und noch mal nachfragen bei der Vermieterin. Zumindest war die Wohnung „bezugsbereit“.
......und ich sah mich schon irgendwo draußen auf Kartons mit gepackten Koffern sitzen. Bin ich jetzt Obdachlos?
Soweit kann der Kopf „in Gedanken spielen“.........
Alle möglichen Szenarien, bis zum Schlimmsten, werden „abgespult“. 


Ich konnte es kaum erwarten, dass es Morgen wird.
7.01 Uhr klingte ich in der AWG, beim Vermieter an und berichtete kurz von dem Problem.
Die Frau hatte wenig Zeit. Musste wohl in die Montagssitzung und sagte, sie würde es so „weiter geben und zurück rufen“. Und siehe da, eine Stunde später klingelte das Telefon. Ein Mann war dran, der sich dann mit Jörg in der neuen Wohnung traf, um das Problem abzuklären.
Jörg erzählte, dass er einen Geruchssensor dabei hatte, um die Quelle des scharfen Gestankes zu finden. In jedem Fall versicherte er Jörg, dass es der Fußbodenbelag NICHT sein könnte. Es würde in der AWG ausschließlich alternativer, ökologischer Belag verwendet, der sogar für Allergiker  geeignet sei.
Am Ende kam raus, dass es der Abfluss war, wo sich durch die Nichtbenutzung und nur mäßige Verschließung der offenen Abflussrohre mit Lappen, Ammoniak gebildet hätte. Also nahm er Odoran Bio und schraubte Kappen auf die offenen Rohre. Jörg gab der Nachbarin den Schlüssel. Wegen der Fenster. Damit jetzt noch die restliche Woche „gelüftet“ werden kann!

Na ja,....zumindest war’s nicht wirklich giftig. Es hat halt „nur“ die Schleimhäute gereizt und blieb in der Kleidung hängen. Und wenn dann die Spüle und die anderen Geräte in der Küche angeschlossen und in Betrieb sind, dürften da keinerlei Gerüche mehr auftauchen. (Na hoffentlich...ist das nun auch "die Ursache" gewesen!")
Phhhhuu! (Die vorläufige?) Entwarnung! 
Ich werd’ doch nicht.....obdachlos.


29. März 2015

Das nächste „Problem“



Als wir das erste Mal die Wohnung besichtigten, hatte ich es bereits wahrgenommen. Aber alles ging so schnell und innerhalb weniger Minuten waren wir wieder draußen. Also hatte ich nichts gesagte. Bestechend, für unsere sofortige Zusage, war die Bezugsbereitschaft der Wohnung. Auch, dass sie Parterre lag UND vor allem, weil es dort ruhiger sein sollte. Nach hinten raus.....in kurzer Entfernung der Wald. Zehn Meter hinterm Haus der Bach und davor der Wäscheplatz.
Bei der Schlüsselübergabe hatte ich es erneut bemerkt. Aber auch dieses Mal waren wir innerhalb kurzer Zeit wieder draußen. Es war kalt und wir hatten nur rasch die Räume ausgemessen.
Aber heute, war ich dort zwei Stunden lang und habe sauber gemacht. Den Boden gewischt. Der Geruch ist derart penetrant und durchdringend bissig, dass mir in Kürze die Augen brannten und das Schlucken schwer fiel.
Ist, oder besser, bleibt man länger im Raum, nimmt man den Geruch nicht mehr wirklich wahr. Erst, als ich wieder nach draußen kam, wurde mir das so richtig bewusst. Und ich war dann froh, wieder draußen zu sein!
Wieder zurück in der alten Wohnung, bekam ich bis jetzt (!!!) den Geruch NICHT mehr aus der Nase. Musste sogar meine Kleidung wechseln, weil mein Pullover noch immer danach stinkt.
Ich habe es Jörg gesagt und....er hat es selbstverständlich erst mal runter gespielt. Sich aufgeregt. „Schon wieder ein Problem! Was machen wir denn jetzt?! Es gibt kein zurück mehr. Der Urlaub ist eingereicht. Die Wohnung gekündigt. Das Auto und die Leute bestellt.......usw..“
Also....WAS NUN???????

Zu aller erst werde ich Morgen früh den Vermieter anrufen und nachfragen. Mal sehen, was man dazu sagt......
Jörg meinte, es sei der Bodenbelag.
Unter diesen Bedingungen kann ICH dort NICHT einziehen! Unmöglich in so einem Raum zu schlafen!
Wir haben nun schon im Internet nachgeschaut. Dort ist von „alles raus reißen, samt Tapeten“ bis hin zu nur „gut durchlüften reicht“, alles gefunden.
Geplant ist nun, dass Jörg Morgen früher aufsteht und noch vor der Arbeit Essig kauft. Noch mal mit starkem Essigwasser durchwischt und dann auch noch eine Schale mit Essigwasser im Raum stehen lässt,....wenn möglich nach der Spätschicht, oder am nächsten Tag dort vorbei schaut und dann richtig durchlüftet.

Alles in allem bleibt vorrangig abzuwarten, was der Vermieter zu diesem Problem sagt und.......ob unsere „Maßnahme“ Erfolg hat.

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Wetter: Es stürmt und regnet


28. März 2015

Kräfte zehrend......



Samstag, den 28. März 2015 – 8.14 Uhr

Viel geschafft seit gestern. Fast den ganzen Tag lang eingepackt. Was natürlich viel zu anstrengend ist......immer das nach vorne gebeugte Stehen an einem Tisch. Hab’ halt wieder und wieder zwischendurch Pausen machen müssen. Am besten wäre es gewesen, wenn mir wenigstens jemand etwas zu Essen zubereitet oder einfach nur hingestellt hätte. Es kostete mich Zeit und vor allem Kraft da noch am Herd rum zu werkeln und alles beiseite zu räumen, um essen zu können. Das mag mancher ziemlich profan erscheinen. Ist es aber nicht, weil ich mir meine Kraft tunlichst einteilen MUSS. Denn die Muskeln krampfen, brennen und signalisieren Schwäche.


Bis auf wenige Sachen ist fast alles in Kartons und Säcken verstaut. Ich finde es im Augenblick irgendwie schwierig zu entscheiden, was das „nötigste IST, das ich jeden Tag brauche und das infolgedessen „draußen“ bleibt. Da stellt sich doch tatsächlich seit geraumer Zeit eine gewisse Unflexibilität im Denken ein. Ich vermute, es liegt am älter Werden, wo Frau doch mehr und mehr eine gewisse "Ordnung" braucht.


Was die neue Wohnung betrifft, insbesondere das Verteilen der Möbel, haben ich gestern mit Jörg noch einen „Plan B“ und notfalls einen „Plan C“ gemacht. Und eine Freundin hat mir Mut zugesprochen und mich auf die „positiven“ Aspekte der neuen Wohnung hingewiesen.
Ja,....das hilft. Danke.





27. März 2015

Schlüsselübergabe



Freitag, der 27. März 2015 – 9.03 Uhr
So, nun ist es passiert. Wir haben eine „neue“ Wohnung (an der Backe. Die viel teurer ist als die Alte und eigentlich nicht gewollt).
Ich finde trotz alledem, wir hätte noch etwas weiter suchen sollen. Optimal ist sie wahrlich nicht.
Wie ich es vermutete, sollten wir die Fenster in Küche, Bad und Jörgs Zimmer besser nicht öffnen. Oder nur nachts, wenn sich der Verkehr ein wenig beruhigt hat. Dort ist direkt die Hauptstraße in Augenhöhe. Denn der Wohnblock liegt eine Treppe nach unten versetzt und wir wohnen Parterre.
Gut, nach hinten raus ist der Bach und der Wald. Okay. Mag gehen.
Die Zimmer sind völlig anders geschnitten. Der Balkon fehlt. Das Bad zu klein. Sodass kein einziger, noch nicht einmal ein kleiner Schrank dort aufgestellt werden kann.
Vieles wird neu eingeordnet und zweck- sowie platzgemäß angeordnet werden müssen. Die Küche ist ebenfalls zu klein. Im Wohnbereich werden sogar Möbel wegfallen. Der Flur, nur halb so groß wie unser Jetziger. Das Schuhregal wird infolgedessen in den Keller expediert. Denn aller Wahrscheinlichkeit nach, gehen wir so wie so meist nach hinten raus.
Das Lichte, Luftige fehlt. Der „Über- der Weitblick“.
Der Ort Lichte selbst, liegt schließlich in einem „Tal“.

Ich weiß nicht so recht. Im Augenblick kann ich nicht wirklich viel Gutes an der neuen Wohnung finden. Aber vielleicht richtet Frau sich ja doch noch ein und arrangiert sich mit den dortigen Gegebenheiten.
WAS bleibt mir auch anders übrig?
Und nein, bis jetzt, bin ich nicht so wirklich glücklich damit. 
Andererseits wird es allerhöchste Zeit hier zu verschwinden!
Es ist halt alles viel zu eilig geschehen und hat den Ereignissen hier Rechnung getragen.
Neue Fotos hab’ ich gestern nicht gemacht. Wozu?

25. März 2015

Sonnentag




Mittwoch der 25. März 2015 – 7.55 Uhr
Ein Sonnentag beginnt. Blauere Himmel. Keine Wolke zu sehen.(Außer Chemtrails natürlich.)
Okay. Gut. Schönes Wetter kann ich brauchen. Muss heute zur Physio laufen. Aber den Sonnenaufgang hab’ ich schon mal verpasst. Und ich hätte auch noch weiter geschlafen, so fertig wie ich war, wenn mich nicht plärrende Kinder auf der Straße geweckt hätten.
Na ja, wenigstens kann ich jetzt gleich schreiben,..........vor dem Frühstück u-n-d bevor die Sonne hier zum Fenster rein scheint.
Frühmorgens ist es heute wenigstens mal ruhig. Da schlafen alle noch, die bis in den Morgen hinein Lärm gemacht haben.
Trotz alledem erreicht mein Köper hier keinen Zustand der Entspannung mehr, weil ich immer in Erwartung des nächsten Unheils bin. Des nächsten Schreis, des nächsten Polterers, Des nächsten Lärms, der nächsten Schläge.......ein schrecklicher Zustand....einfach........


 (Die zwei Fotos sind von jetzt eben)
 

24. März 2015

Eine Frage pro Tag



Hab’ ich bei „Engelslicht“ gefunden.
Hat mich „inspiriert“ mal ganz spontan mit dem ersten Impuls, mit dem ersten Gedanken darauf zu antworten, OHNE jegliche Befangenheit, oder Bedenken davor zu haben, wie ich „da stehen“ könnt’.

1. Was inspiriert mich?
Schöne Texte. Ein gutes Gedicht.
Träume, Bilder, Farben......Musik.
Besondere Erlebnisse, Spaziergänge in der Natur. Sonnenaufgänge, der Mond....der Wind, die Erde.....
Ungerechtigkeit!

2. Was sind meine Ziel im Leben?
Bei dieser Frage bemerke ich, dass ich mir eigentlich keine speziellen Ziele im Leben gesetzt habe. Zumindest keine, die mir jetzt so ganz spontan einfallen würden. Wenn ich die Lehre beenden wollte, dann aber auch nur, um es hinter mit zu haben. Nicht weil ich als Beste abschließen wollte. Nein. Solch’ Konkurrenzgedanken oder Leistungsorientierung waren mir schon immer fremd. Auch das Streben danach, die Beste zu sein. Wozu? Ich wollte immer nur DAS tun, woran ich Freude hatte/habe.
Ja. Da ist ein Unterschied zu vielen anderen. Ich bin nicht ehrgeizig! Ich muss und will mich nicht hervor tun. Wozu?

Den Rest meines Lebens genießen und SO leben, wie ich es will. So gut es eben noch möglich ist. Und wenn machbar, sollten sich die Schmerzen in Grenzen halten!
An meiner Gesundheit arbeiten. Dazu Wissen anhäufen und vor allem umsetzten!
Keine Lust mehr auf Streit!
Meine Heiterkeit wieder finden.......
Und sterben möchte ich am besten zu Hause....im Schlaf.

3. Was war mein schönster Moment im Leben?
Ich allein.....in der Natur mit meiner Buche, oder auf den Rücken eines Pferdes.

4. Was war mein größter Erfolg?
Selbstständig, von niemandem abhängig zu sein und meine Talente so nach und nach zu erkennen! Zu entwickeln.

5. Wen liebe ich?
Mich.

6. Wie mache ich andere glücklich?
Das ist nicht meine Aufgabe.

7. Wer war meine größte Lehrmeisterin?
Luisa Francia

8. Was würde ich tue, wenn ich nur noch eine Woche zu leben hätte?
Das Leben noch einmal mit allen Sinnen so richtig genießen! (Ohne Limit.)
(Fressen, saufen, rauchen, ficken und vielleicht noch ein, zwei schöne Orte besuchen, die ich immer schon hab' sehen wollte.)
Ja was? Dazu haben wir sie doch schließlich bekommen! Unsere Sinne!
Und ich würde mir keine Gedanken mehr machen, um all die Dinge, die jetzt oft so quälend in meinem Kopf kreisen. Das ist bestimmt erleichternd. Sicher würde ich auch (m)einen "schnellen Tot".....vorbereiten.........Nach Möglichkeit, will ich nicht "gestorben werden".


Häusliche Gewalt

Dienstag, der 24.März 2015 – 20.10 Uhr
Mazedonier verprügelt seine Frau – Polizei gerufen.
Eine gute halbe Stunde, bis sie hier waren. Da war die Prügelei vorbei.
Ach nein. Es war ja nur ein Hochzeitsvideo und sie haben getanzt.
Seit wann fliegen Töne an die Heizung und Musik hab’ ich überhaupt nicht gehört. Stattdessen.....Geschrei und Gepolter.
Gerade als ich dachte, mein Körper hätte sich wieder ein bisschen beruhigt.........geht’s mir jetzt, durch die ganze Aufregung, noch beschissener.
Immer wieder diese ewige Gewalt!
Und dann noch der drohende Blick vom Teenager Jungen in unsere Richtung mit vollem Augenkontakt......“Ich hab’ euch gesehen. Wir wissen wer die Polizei gerufen hat.“ Der hielt es noch nicht mal für nötig der Polizistin zu antworten. Hat sie gar nicht für voll genommen.
Hab’ ich nicht erst vor kurzem geschrieben, dass gerade die junge Macho-Elite aus dem Balkan die noch Gefährlicheren sind?!!
Nur gut, dass der Jörg nur noch wenige Tage bis zum Umzug zu arbeiten hat.

Wenn das mal alles keine bleibenden, gesundheitlichen Schäden hinterlässt.....Mein Körper spielt verrückt. Vibriert und schwindelig ist mir, als wär' ich betrunken.....im Kopf ein Druck....
Es wird aller höchste Zeit,.....dass wir hier verschwinden!
 

Zustandsbeschreibung



Dienstag, der 24. März 2015 – 8.58 Uhr
.....es fühlt sich so an, als würde einer das Herz aus der Brust springen. Als würde eine „gejagt“ werden. Es ist das Gefühl, wenn wir erschrecken......aber, das Gefühl UND die körperliche Reaktion geht nicht mehr weg! Es bleibt....und sticht. Ein ständiger Erregungszustand. Als wäre ich in jeder Sekunde in Gefahr. Dazu der  Körper, der im Inneren vibriert.
Ich wollte es nur mal,...... in etwa, „beschrieben“ haben, wie....sich das anfühlt.
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- Das Wasser aus der Leitung ist „lebendiger“ als das, in Flaschen.
Das Flaschen-Wasser.....ist tot. Hat keine „Regung“ mehr. Schmeckt abgestanden. Gestorben. 
- Wetter: bedeckt. Eher düster. Kalt. 


23. März 2015

Ich hätte nie gedacht......



Montag, der 23. März 2015 – 22.00 Uhr
Es ist erstaunlich, wie mich das letzte Jahr verändert hat.
Nur ein Jahr hat ausgereicht, um mein Leben und meine bisherigen Überzeugungen auf den Kopf zu stellen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so....ganz anders denken würde.
Ich hätte nie gedacht,....dass ich meinen schönen exotischen Namen einmal bewusst NICHT mehr haben will.
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so schnelle Entscheidungen fällen und auch so rigoros sein kann.
Wer mich angreift....ist schneller draußen, als er/sie bis zwei zählen kann. Ich „entfreunde“ bei fb im Minuten Takt. Mir völlig egal.
Wer nicht mit mir geht,...ist gegen mich. Damit verschwende ich keine Zeit mehr.


Es geht mir nicht gut heute! Und meine Gesundheit trägt dem Stress von einem Jahr, dem letzten Jahr, Rechnung.
Ich kann nicht mehr. Habe schon den ganzen Tag ein ständiges Gefühl der Panik. NIE gehabt! Nie! Nie! Nie zuvor!
Psyche und Körper leiden unter den Umständen hier!
Es wird Zeit zu verschwinden!


(Beide Fotos - heute Morgen aufgenommen.)