19. Oktober 2015

19. Oktober 2015



Draußen, vor dem Fenster, sieht es fast wieder genau so aus, als zu der Zeit, in  der wir hier eingezogen sind.............und drinnen, hat sich bislang auch nicht mehr viel verändert. Jörg lebt nach einem halben Jahr noch immer aus der Tasche. Er hat noch keine Bretter zugesägt, die Schränke sind noch leer und im Keller stehen seine verschlossenen Umzugskartons, nebst einem großen Wäschekorb voller Jacken.
Ich vermute, man ist verständlicher Weise froh, einfach nur in Ruhe leben zu können und in Ruhe gelassen zu werden!!!!! Denn die Arbeit stresst ihn zur Genüge! Aber auch MIR ergeht es so. Ich bin so glücklich, den Flüchtlingen.......entflohen“ zu sein! Mag hier kaum noch etwas tun, als das "Alltägliche". (Meine großen Pläne, den Keller aufzuräumen, sind (aus derzeitigen Gründen der Unmöglichkeit) verschoben.) Alles bleibt im Augenblick genauso....wie es eben IST.
Und wer weiß, ob wir überhaupt hier bleiben? Falls uns die Flüchtlingswelle sogar bis hier her verfolgen sollte, in unseren kleinen, schönen Ort, wo eigentlich fast nur noch Rentner leben. Es wird so Einiges gemunkelt. SOLLTE dies sich tatsächlich als wahr erweisen.......müssen wir wohl.....weiter ziehen. Als Flüchtlinge vor den Flüchtlingen selbstverständlich. Nur WOHIN und..... WER gibt uns das Geld dafür?
Die diese Wohung hier, ist ohnehin zu teuer. Jörg weiß kaum, wie er alles bewältigen soll.
Kommt man wirklich erst "zur Ruhe", wenn man gestorben ist???

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Was bleibt, wenn Freundschaften zu Ende gehen.....die „Erinnerung“.

Beim Thema „Flüchtlinge“, die nicht immer welche sind, scheiden sich nicht nur die Geister, sondern zuweilen ebenso....... die Frauen.
Ja, da kommt man schon in Diskussionen mit den „mitfühlenden“ Weibern, die sogar für die Schußwaffe in der Tasche eine Erklärung finden.
„Sie müssen sich doch verteidigen.“
Hääää...wie jetzt??? Gegen wen Bitteschön?
Gutmenschentum.......und patriarchale Indoktrination. Für alles und jeden, und sei die Schweinerei auch noch so groß, wird eine „Entschuldigung“ gefunden.

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Meinen Traum habe ich heute ....vergessen.
Eines weiß ich noch,....er war „anstrengend“ gewesen.


- Neueste Nachricht, aus unserem ehemaligen schönen Heim: .....es hat gebrannt. Es war zweifelsohne eine gute Entscheidung, dass wir dort weggezogen sind............