4. Januar 2016

Eine Frage pro Tag – No 22



Eine Frage pro Tag – No -  22 – Welche Kollegen/Mitarbeiter finde ich gut?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Eigentlich......niemanden.
Und WENN, dann müsste es heißen „fand ich gut“.
In diesem Fall gibt es zwei, die heute noch zu meinen besten Freundinnen zählen. Zu den Ältesten auf alle Fälle. Eine, nennen wir sie Elke, kenne ich schon über dreißig Jahre.
Und eine Andere, nennen wir sie Rosemarie, kenn’ ich auch bereits gut dreißig Jahre.
Mit beiden habe ich VIEL erlebt. Wir sind durch dick und dünn gegangen, wie man so schön sagt. Und es ging DAMALS zumeist um die Männer. Das kann Frauen schon zusammen wachsen lassen. Das könnt Ihr mir glauben!
Aber es ging auch um die Vorurteile der Menschen, die ich mit beiden, wenn auch in unterschiedlichen Zeiten und Rahmen, durchlebte.
Die beiden stammen aus meiner Zeit als Sekretärin. Hätte ich damals nicht von mir aus die Initiative ergriffen und die Volkshochschule besucht, hätte ich die beiden niemals kennen gelernt.
An der Elke schätze ich die Loyalität und Hilfsbereitschaft.
An Rosemarie ihre absolute Ehrlichkeit. Sie war/ist wie ich. Sagte und sagt immer genau DAS, was sie denkt UND SIE bewunderte ich sogar, weil sie noch einen Zacken schärfer war als ich in ihrer Art.
Elke ging eher diplomatisch vor. Rosemarie frontal. Offen und ehrlich. Einfach wunderbar!!! Denn dieses aufgesetzte Getue der vordergründigen Freundlichkeit und wenn Frau sich abwendet, wird einer ein Messer in den Rücken gestochen, konnte ich noch nie leiden. Allerdings gab es da auch Leute, Mitarbeiter, von denen ich DAS wusste und genau DAS auch nutzte. Wollte man, dass alle Leute etwas erfahren, brauchte ich nur dieser oder jener etwas so ganz ins Geheim zu erzählen und ich konnte mir sicher sein, dass sie es weiter trägt. Tja, so was gab’s halt auch.
Vertraute ich allerdings jemand wirklich und wurde dann enttäuscht, war ich unversöhnlich. Da gab es auf Arbeit mal eine Reinigungskraft, eine alte Frau, mit der ich öfters mal plauderte. Später erfuhr ich, dass sie alles weiter tratschte und mich sogar noch verhöhnte. AB diesem TAG (!!!) war sie für mich Luft. Ich grüßte, nein, sah sie nicht einmal mehr. Ich konnte es mir schließlich auch  leisten! Als Sekretärin des Bürgermeisters.