3. Februar 2016

Eine Frage pro Tag – No 30



Eine Frage pro Tag – No 30 – Wie sieht mein Traumchef aus?

Ich hatte nie einen „Traumchef“. Dieser zwanghafte Arbeitswahn, war mir schon immer zuwider.
„Arbeit“ war für mich nur dazu da, um Geld zu verdienen, damit ich DAS tun kann, was mich eigentlich interessiert.
Nur mal so kurz vorweg geschickt.
Arbeit war also schon immer nur "Mittel zum Zweck" für mich!

Aber gut, lasst uns ein wenig plaudern, über die Chef’s, die ich hatte.

Als „privater“ Lehrling, zu DDR-Zeiten, wohl gemerkt, hatte ich einen „betrunkenen“ Chef, der mich aber dennoch attraktiv fand. Was ich damals, in so jungen Jahren, noch nicht begriff. Ich sah seiner Frau sehr ähnlich. War nur jünger als sie. Daher war das Leben mit ihm nicht all zu schwer. Aber ich hatte Angst vor ihm. Wie es damals halt so war. Er war sehr streng. Und als Lehrling hatte man NICHTS zu sagen. 
Allerdings hatte diese Ähnlichkeit mit seiner Frau auch so seinen Pferdefuß. Der Kerl war doch tatsächlich auch noch „eifersüchtig“ auf Freunde, die mich abholen kamen. Nur damals,...mit 16 Jahren, konnte ich seine Reaktionen noch nicht einordnen. Schließlich war ich noch ein halbes Kind. Begann mal grade zu leben als Frau. Das ist mir dann erst im Nachhinein auf gegangen, was da so lief. Er strafte mich jedesmal dafür mit Feierabendarbeiten, wenn er auf irgendwen eifersüchtig war.

Der zweite Chef, war mein Vater. Da lief alles gut. Ich war Verkäuferin in unserem Geschäft.


Der dritte Chef schien mir neutral. Zum Glück nicht weiter an mir interessiert. Er ließ mich tun, was auch immer ich tun musste. Rügte mich nicht und beachtete mich kaum.
Daumen hoch!!!!
Aber über ihm, der Leiter des Betriebes, war nach einiger Zeit auf mich aufmerksam geworden. Er war ein kühner Weiberheld und ich hatte alle Hände voll zu tun, mit meinen zwanzig Jahren, um ihn mir vom Leib zu halten. Was nicht immer gelang.
Zumindest ist es nie zum Äußersten gekommen....

In der kurzen Zeit vor der Wende, als ich in die Stadtverwaltung kam, war die Bürgermeisterin eine Frau. Ihr Stellvertreter jedoch ein Mann.
Er war auch einer dieser Charmeure, die gerne mal Hand anlegten. Okay. Für die „offizielle Massage“ der Schultern am Arbeitsplatz, ließ ich ihn gewähren. Mehr nicht! Dann kam die Wende und er ging.


Der Fünfte Chef war zu mir sehr fair. Bürgermeister seines Zeichens. Und ich,....seine Sekretärin.
Mögen andere über ihn sagen, was sie wollen, zu mir war er immer anständig. Obwohl auch er, gleichwohl verheiratet, gerne einmal woanders.....war. Er fragte sogar bei mir höflich an, ob er zu mir kommen könne. Und als ich verneinte, dachte ich schon mit Repressalien rechnen zu müssen. Denn DAS haben gewöhnlich die Chef, die einen Korb bekommen, so an sich. Aber NEIN: Das tat er nicht. Er akzeptierte, was ich sagte. Das hat mich schon einigermaßen beeindruckt. Es hätte auch ganz anders kommen können.

Als ich dann vom neuen Personalleiter dekretiert und an den „Empfang“ gesetzt wurde, war da ein „Zwischenchef“, der sehr, sehr aufdringlich war. Ich hatte wirklich GROßE Mühe, seiner Übergriffigkeit aus dem Weg zu gehen. Leider,.....schaffte ich es nicht immer.

Im Grunde waren mir Männer als Chefs schon lieber als Frauen. Mit ihnen lernte ich so pö a pö umzugehen. Frauen waren da nicht so berechenbar.
Aber die Männer waren halt auch immer sexistisch.
So lernte ich schnell, was es heißt...FRAU zu sein.

So viel zu den "Chef's" in meinem Leben.
Der Beste war halt doch mein Vater. Die Jahre in unserem Geschäft, waren eigentlich ganz gut.