15. Februar 2016

Eine Frage pro Tag – No 33



Eine Frage pro Tag – No 33 – In welchem Beruf, habe ich mich am glücklichsten gefühlt?

Von denen, die ich ausgeübt habe,..........als Sekretärin.  Und an dieser Stelle sei gesagt, es war für mich NICHT der Horror von neun bis fünf. Hier lag das vielleicht auch wieder an den Mann-Frau-Verhältnissen in der DDR. Aber die Männer im Osten, waren sicher auch nicht weniger sexistisch, wie die im Westen. Vielleicht habe ich nur gelernt, besser damit umzugehen.
Ich konnte es „zum Spiel“ werden lassen, wenn ich es wollte. Aber „ein Spiel“ beinhaltet eben auch, dass man manchmal verliert. Zumindest war ich nicht gänzlich in der Opferrolle und die Chance, dass ich gewinne, stand fifty fifty. Immerhin etwas und besser als nichts.

Für uns Frauen ging es doch schon immer darum, irgendwie zurecht zu kommen......zu überleben.......in den letzten paar tausend Jahren, innerhalb des Patriarchats.

Aber zurück zum Beruf, was ja von Berufung kommt. Allerdings wüsste ich NICHT, welche ich da hätte. Sicher kann man sich einreden, Schriftstellerin, Stewardess oder sonst was Angenehmes oder Exotisches sein zu wollen. Aber mal ehrlich, das will doch jede/r und es sind halt nur Träume und Wünsche, die man gerne erfüllt sähe. Allerdings können wir das ja schließlich nicht alle sein. Wer würde denn dann die wirklich Arbeit machen???
Was meint Ihr wohl, warum ich, aus Eigeninitiative, umgelernt habe? Aber mal ganz davon abgesehen, dass man als Sekretärin nicht so hart arbeiten muss und sich kaum schmutzig macht, wie als Bäcker, Kellnerin oder Reinigungskraft, war es für mich die einzige Möglichkeit dem Schreiben, dem Papier und den Buchstaben näher zu sein. Irgendwie tendierte ich schon immer dorthin.

Nichtsdestotrotz war „Arbeit“ immer „Arbeit“ für mich und nur Mittel zum Zweck. Nichts weiter.
Mit dem Wort „Beruf“ konnte ich noch nie wirklich was anfangen. Es hatte, für mich, immer mit Arbeit, mit Zwang, mit etwas, was ich nicht machen wollte, zu tun.
Aber ARBEIT ist jetzt vielleicht NICHT das richtige Wort. Arbeit im Sinne von gehorchen müssen.....konnte ich noch nie leiden! Ich bin jemand, der nicht gerne „dienert“, sich beugt, oder Befehle befolgt. Gleich welcher Art. Es war mir immer wichtig, allein zu entscheiden, was ich tun und was ich lassen will. Aber in jedem „Beruf“ = Arbeitsverhältnis (zur heutigen Zeit), untersteht man einer Hierarchie und Befehlskette. – War noch nie...mein Ding! – Deshalb war ich damals auch ganz froh, als das.....sein Ende hatte. ABER,......“zu welchem Preis“!