4. März 2016

Über Macht, Dualität und Geschichte



Ich hatte heute das unstillbare Verlangen in Irene Fleisses Buch, „Als alle Menschen Schwestern waren“, weiter zu lesen. Mein Herz drängte förmlich danach. Denn ich fühle mich in diesen Gefilden doch mehr als wohl. Zumal ich weiß, dass alles andere genau genommen Makulatur ist.
Es macht mich glücklich und sehnsüchtig zugleich in den Worten zu schwelgen, die mir bewusst machen, dass ich als Frau eine Geschichte, eine lange, lange, erfolgreiche Geschichte habe, die allerdings heute keiner mehr Wort haben will. Auch nicht die Frauen.......was genau genommen.......erschreckend und bedauerlich zugleich ist.

Wichtig ist dem Wissen um die unzumutbare Gegenwart, das Wissen um eine andere, menschenfreundlichere Vergangenheit hinzuzufügen und zu versuchen, daraus die Basis für eine Zukunft zu machen, die in sich die Frage nach „besseren“ Frauen gar nicht stellt, weil auf Grund der geänderten Strukturen das Leben für jedes einzelne Individuum, wie auch für die Menschheit, die Tiere, die Pflanzen allgemein lebenswerter und würdevoller wäre als heute.....“
Irene Fleiss

Und es geht auch nicht um das Dualisieren. Eine matrifokale Gesellschaft ist weit davon entfernt! Es gibt kein entweder oder. Alles ist nebeneinander lebbar, gegenwärtig und erlaubt. Mann/Frau sieht es halt nur dual, aus ihrer patriarchalen Denk- und Sichtweise heraus. Weil wir es nicht anders kennen. Und ich kann mir durchaus vorstellen wie schwierig es ist,....diese Sichtweise zu verlassen und sich auch nur einen einzigen Moment darauf einzulassen, die Welt aus matriarchaler Sicht zu sehen. Was überdies schwierig ist, wenn man wenig Kenntnis hat. Einst argumentierte ich auf ähnliche Weise. Doch heute, nachdem ich mich in diese Materie vertieft, in diese Form der Gesellschaft förmlich hineingedacht/-gegraben/-gefressen/hineinversetzt habe, weiß ich um was es wirklich dabei geht, und wie vorteilhaft es für uns alle wäre UND obendrein......hängt mein Herz daran......seitdem ich WEISS!!!!

Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass SIE eine Geschichte hat
Gerda Lerner

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Alles in allem gilt (nicht nur) heute der Vorsatz:
So viel wie nötig! Nicht so viel wie möglich“!
Denn ich könnte ja noch Dies und Das.....NEIN!
Morgen wasche ich die Haare. Einmal Wäsche, ist heute genug.

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Mein Magen ist nach wie vor mit Vorsicht zu genießen. Kaffee geht überhaupt noch nicht. Vielleicht ein Leichter (!!!) Cappuccino. Mehr nicht.
Milch tut mir gut im Magen und nach der Cortison-Therapie hatte ich ohnehin viel Appetit auf Tierisches. Wofür ich allerdings nichts kann.
Nichtsdestotrotz aß ich schon wieder fleißig meinen „Nicht“- Gyros mit Reis  und eher vegane Kost. Nur kurz nachdem ich die letzte Cortisondosis erhalten hatte, war da an einem Tag ein unstillbarer Hunger nach Fleisch.....und ich aß (tatsächlich!) ein Schnitzel. (Sorry Schwein. Tut mir echt leid!)

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Jörg hatte gestern die letzte Nachtschicht. Er schläft noch und wenn er aufwacht ist zumeist immer irgendetwas geboten, oder ich werde für irgendetwas gebraucht. Auch wenn es nur Antworten sind.

In jedem Fall werde ich heute Abend, wie immer außer „Criminal Minds“, kein Fernsehen schauen, sondern DVD. „True Blood“....vorzugsweise.

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Wieso soll Macht eigentlich eine „Illussion“ sein? Okay, alles ist eine Illussion. Zumindest SO, wie wir es sehen.
Macht wird in dem bestehenden System von einigen Wenigen gelebt, die Viele unterdrücken. Noch nichts von Marx und Engels, dem „Kapital“-ismus  gehört....Frau Frauenrechtlerin?  (Vielleicht zu lange selbst darin gelebt.)
Wobei Marx und Engels, als Männer, auch nur kurzsichtig waren. Die wirkliche Ursache, warum eine Hand voll Reiche die Mehrheit der Menschheit unterdrückt, eben NICHT herausfanden........genau, wie der Autor/Wissenschaftler, welchen ich besser NICHT mit Namen nennen möchte, der nach 30 Jahren noch immer keine Antwort darauf fand, WARUM es Gewalt in unserer Gesellschaft gibt.