29. September 2016

Tagesbefindlichkeit – Donnerstag, der 29. September 2016



Tagesbefindlichkeit – Donnerstag, der 29. September 2016

Ich klinke mich aus („ausklinken“ – hat was mit „Klinke“ an der Tür zu tun, die frau betätigt. Eine Tür öffnet, oder sie schließt.), aus dem Wahnsinn der Welt, höre mit meinen Sinnen ins Außen und mit einem wachen Sinn in mich hinein.
Nehme das Zirpen der Grillen wahr, die Sonne, die ich mich nur so weit wärmen lasse, wie es meinem Körper eben gut tun kann.
Den Spätsommer mochte ich schon immer. Er war mir der Liebste. Es ist eine besondere Qualität der Zeit,  WENN frau sie denn wahrnehmen kann.
Ich sehe die Strahlen der Sonne, wie sie die Blätter, die sich im Winde wiegen, glitzern lässt. Und ich höre ihn, den Wind. Und er pustet jetzt ganz schön stark. Zerrt die sterbenden Blätter vom Baum.
Ich rieche das Gras, wenn am Morgen der Tau in der Sonne verdunstet und als nebeliger Schleier aufsteigt.
Es ist schön wieder staunen zu können über die Wunder der Natur.


Das Innere Auge zeigt mir meine Bärenschwester, die die letzten Sonnenstrahlen genießt, bevor sie in die Höhle kriecht, um zu überwintern.
Langsamkeit ist angesagt, die mir die Schildkröte zeigt.
Die Spinnen sind immer meine Begleiterinnen.
Mit der Eule berate ich mich. Sie gibt mir und meinen Angehörigen Schutz, wenn ich sie darum bitte. Das hat sie schon immer getan.
Beim ihr Danken mit geschlossenen Augen und einer Imagination, spüre ich ihre Flügel, die sich mir rechts und links um die Wangen legen. Die Federn sind so weich……..


Ich gehe energisch dazu über früher ins Bett zu gehen, daher auch früher aufzustehen. So sind die Tage länger. Auch, nicht mehr so viel am Computer zu sitzen. Da hat Frau viel mehr Zeit um andere Dinge zu tun, wie beispielsweise das laute Rufen der ungelesenen Bücher zu hören. Oder der Angefangenen, die zu Ende gelesen werden wollen. Und da gibt gar Viele.
Im Allgemeinen halte ich es dann so, dass ich mir drei, oder vier Bücher für den Tag heraussuche. Immer in einem ein Stück weit lese, dann etwas tue, was getan werden muss an diesem Tag und mir dann ein anderes vornehme. So haben die Augen Zeit sich auszuruhen. Und ich kann noch einmal über das Gelesene nachsinnieren, wenn ich tue. Es mir auch so viel besser einprägen, wenn es mir wichtig erscheint.


Aus einem von Diesen erfuhr ich heut‘, dass die Geschichte der Frauen in die Muster der Stoffe gewebt wurde. Das Weben gab den Frauen Macht in einer patriarchalen Gesellschaftsform (die es zu brechen galt). Es war nicht NUR der reine Zweck aus Garn Kleidung herzustellen. Nein. Es war viel mehr. Und die Instrumente dazu, Spindel und Rocken, waren heilig. Ähnlich wie bei den Menschen der First Nation. Sie malten ihre Geschichten auf die gegerbte Häute der Tiere, oder webten die Geschichten in Stoffe ein. Allerdings sind wir heute nicht mehr fähig, diese komplexe Art von Schrift zu verstehen. Und wir bemühen uns auch nicht weiter darum.
Also hatte es doch Aufzeichnungen gegeben………die uns erzählen von…….
Und noch etwas habe ich staunend erfahren. Die Göttin Freya/Frigg hatte einen goldenen Spinnrocken auf dem sie reitend dargestellt wurde. Was im 12 Jh. in der Kathedrale von Schleswig abgebildet war und es sieht sehr nach dem „Ritt auf dem Besen“ aus. Und als die Verteufelung der Göttinnen einsetze und somit auch die gezielte Entrechtung der Frau……jeder kann diesen Gedanken weiter führen.
Und DAS hier gehört ebenso zu unerer Geschichte und zu unseren Ahnen, wie die politischen Ereignisse in den letzten Jahrhunderten und die nicht geschriebenen Geschichten der "Sieger".
Manchmal ärgere ich mich auch, wenn ich bei einem recht bekannten und angesehenen Völkerkundler lese, und hier zitiere ich: "Radikale Feministinnen betrachten den Aberglauben, dass die Kinder vom Storch gebracht werden, als schlagenden Beweis für die ursprüngliche Existenz eines Matriarchats."
Dieser MANN sollte bei seinen Pflanzen bleiben, oder über andere Themen, die er anreißt, besser recherchieren. Was mich immer wieder zu der Erkenntnis bringt, lieber Bücher von Frauen zu lesen!



Ab und an, so zwischendurch, mache ich ein paar leichte Übungen.
Und da ich heute früher aufgestanden bin und nicht gleich nach dem Frühstück mit Schreiben begann, fand ich auch genügend Zeit, noch einige Hausarbeiten zu erledigen und mein Mittagessen zu kochen.


Geträumt: Vieles….unter anderem bin ich wieder einmal umgezogen. Es war ein großes Zimmer mit riesigen Fensterscheiben dabei. Eine Eckwohnung. Es war so schön hell im Raum. Aber leider war es wieder ein Wohnblock mitten in der Stadt, was mir nicht gefiel!

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