7. November 2016

Der all-nächtliche Marathon




….beginnt zumeist am späten Abend, kurz bevor ich zu Bett gehen will und  wenn sich mein Hirn bereits durch Fatigue verabschiedet und anfühlt,  als hätte ich eine halbe Flasche Whisky getrunken. Dann schwanke ich und jede Bewegung ist wie von Menschen im Delirium. Gerade so, als müsse ich jeden Augenblick zusammen brechen. Und ich weiß nicht bleibe ich stehen, oder kippe ich um. Der Marathon am Ende der „Tages-strecke“ eben....dem ich noch ein wenig mehr Bewegung hinzufüge. (Wie beispielsweise das Treten auf der Stelle während des Zähne Putzens. Ich weiß, das hört sich seltsam an. Sieht auch sicher komisch aus.)
Diese Strapaze hat ihre Ursache im so genannten schlechten Gewissen, vor allem mir selbst gegenüber. Um doch noch beruhigt schlafen gehen zu können. Weil ich mir dann sagen kann, gut, hast was gemacht. (Schon wieder mein Unwort des Lebens. „Gemacht“.)
Aber den lass ich jetzt lieber. Dieser All-abendlichen-Marathon. Strukturiere meinen Tag ein wenig um. Gute Vorsätze! Wie immer. Und manchmal schaff‘ ich’s auch. Wenn ich die Zeit dafür finde! Und die Ruhe! ….um vielleicht auch ein bisschen zu meditieren und OOMM zu singen….zu atmen.
Am besten erscheint es mir, wenn der Jörg auf Arbeit ist oder schläft. Aber da ist auch eine gewisse Faulheit zu überwinden! Wenn man doch ausruhen möchte, es einer nicht wirklich gut geht, oder ich schon viel zu viel andere Dinge getan habe. In diesem Fall bleibt der Marathon aus. Dann geht eh nichts mehr……
Aber von Zeit zu Zeit gelingt es mir tatsächlich auch während des Tages ein paar Übungen durchzuführen. Einige davon sind aus dem Buch von Ute Schiran. „Windspiele  Körper – fremdes Land“. Andere sind orthopädischer Natur. Für den Schultergürtel.  Da ist immer etwas verspannt und schmerzt. 
Dazu vielleicht ein wenig „Entspannungs-Yoga“ auf dem Rücken liegend und die Beine hoch an die Wand.

Es ist schon eigenartig, wie lange ich brauch‘, um die alten Muster der Ich-muss-ja-noch-Konditionierung“ zu überwinden. Oder die der Genauigkeit, der Ordnung, der Korrektheit und des Pflichtgefühls, das einer von Kindesbeinen an eigetrichtert wurde.
Kann es denn Hoffnung geben, sie doch noch abzustreifen?
Ich arbeite dran.
(Natürlich nicht zur Gänze……denk‘ ich mal. Denn, ein wenig Ordnung muss dann doch schon sein…..)

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