12. November 2016

Gedanken über mich



Was bin ich für eine Frau?
Wer bin ich überhaupt?
Gedanken über mich


Denke ich darüber nach, fange ich an Eigenschaften, in Form von Adjektiven aufzuzählen.
Aber stimmt das denn?
Mutig, manchmal auch feige, wenn es um körperliche Auseinandersetzungen ging und als junge Frau, musste ich sie nicht unbedingt fürchten. (Ich denke wir Frauen scheuen sie im Allgemeinen, weil wir wissen, dass es auch anders geht.)
Kreativ und faul. Passt das denn überhaupt zusammen?
Ehrgeizig war ich NIE. Heute erst recht nicht mehr. Karriere und Ansehen hat mir nichts bedeutet. Ich fand immer, dass es mit immensen Erwartungen einherging,…..die ich nicht bereit gewesen wäre zu erfüllen.
Als indoktrinierte junge Frau hatte ich Ziele und Ideale. Die meisten davon verflüchtigten sich mit dem Alter und dem Verstehen.
Frei wollte ich schon immer sein. Frei zu tun, was immer ich wollte und wonach mir gerade der Sinn stand. Aber das Alter lehrt mich, dass das Wenige, was wir „Freiheit“ nannten, mit den Jahren, mit Alter, Krankheit und Gebrechlichkeit immer weniger wird.

Eine kleine „Story“ zum frei sein wollen:
Als ich noch in der Stadtverwaltung arbeitete, habe ich mir so manches Mal, zusammen mit der „anderen Rosi“ Gedanken gemacht, und vielleicht erinnert sie sich sogar noch daran, was passieren würde, wenn wir gezwungen wären, durch Krankheit, oder wer weiß was, zu Hause zu bleiben.
Sie sagte, dass könne sie sich nicht vorstellen. Da würde ihr die Decke auf den Kopf fallen, nach ein paar Wochen.
Ich fand das überhaupt nicht so schlimm. Das würde mir gefallen, sagte ich zu ihr und sie erzählte mir von einer Horrorvorstellung, die sie zuweilen hatte. Das sie frühmorgens nicht mehr aufstehen konnte, weil ihre Beine sich nicht mehr bewegten lassen.

Na ja,….aus heutigere Sicht würde ich vielleicht sogar sagen, mein Unterbewusstsein hat die Materie der Zukunft geformt. Allerdings,…..musste ich einen Preis dafür zahlen…….
Vielleicht war es so und vielleicht auch nicht.
 

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