25. Dezember 2016

Tagesbericht und -gedanken – , Sonntag, den 25. Dezember 2016



Tagesbericht und -gedanken – , Sonntag, den  25. Dezember  2016


Es ist schon einigermaßen viel passiert in den letzten Tagen, seitdem ich das letzte Mal hier schrieb.
Ich war kurzfristig ausgezogen, gleich nachdem ich meinen letzten Post beendet hatte. Jörg verspürte so ein Kratzen im Hals, wie er sagte.
Er hatte Nachtschicht, also bis zum Nachmittag geschlafen, und als er aufstand dann diese alarmierende Info, wo mir sogleich das Szenario vom letzten Jahr durch den Kopf ging.
NEIN! Das wollte ich nicht noch einmal!!!!!!
NEIN! Ich hatte keineswegs die Absicht, mich noch einmal bei ihm anzustecken und dann wieder einen Schub zu bekommen, der mich ins Krankenhaus und zu einer Kortison Behandlung brächte, nach der ich wochenlang geplättet und monatelang arbeiten muss, um wieder halbwegs mit meinem Körper ins Reine zu kommen.
NEIN! DAS wollte ich nicht.
Also…….kurz überlegt und……Koffer gepackt. Noch am Abend, so gegen acht rüber ins Haus zu meinen Eltern.
Fünf Tage bin ich dort geblieben und am fünften Abend wollte ich selbst zurück. Denn das Leben im Haus, in unserer alten Wohnung, die ausgeräumt ist und eigentlich fast leer steht (wird nur noch als Abstellkammern benutzt) UND, wo jahrelang nicht wirklich sauber gemacht wurde, lebte es sich nicht wirklich gut. Da war es nötig viele Augen zuzudrücken.



Matratze drauf gelegt und mir ein kleines Nachttischchen hingestellt. Das Bett bezogen habe ich mit meinem Sohn. 


Die Wohnung war ausgekühlt und alles, für meine Verhältnisse recht schmuddelig. Nicht aufgeräumt, Mäusescheiße hier und Unsauberkeiten da. Zum Glück hatten wir nicht alles leer geräumt und zumindest ein paar Schränke, einen Tisch und den Herd dagelassen. Einen Stuhl stellte ich mir hin, damit ich zumindest am Tisch essen konnte.



Ein weiteres Problem war,….WO hielt ich mich nun auf?.....ohne die anderen übermäßig zu belästigen und aus ihrer alltäglichen Routine zu bringen? Was insbesondere ein Problem für meine Eltern war. Und auch mein Sohn war nicht übermäßig erfreut, dass ich nun immerzu bei ihm am Abhängen war.
Da kamen Freunde und sein bevorzugtes Fernsehprogramm kam durcheinander. Eine recht schwierige Situation….im Ganzen.


Das Gute daran  jedoch war,…..noch einmal für kurze Zeit im Haus zu wohnen, bei meinen Eltern und meinem Sohn zu sein UND es kam auch meiner Fitness zu Gute. Denn das Haus ist wesentlich geräumiger als die kleine Wohnung im Neubaublock. Treppauf, treppab….tat meinen Beinen gut!!





Der Flur ist doppelt so groß wie unser Wohnzimmer. Eine Küche, genau so groß wie mein Schlafzimmer. Drei Etagen und zwei Toiletten.  Gasheizung und –herd. Allerdings entdeckte ich erst am letzten Tag, dass der Gasherd noch funktioniert.  
Ein echtes Problem war das Essen. Mein Sohn und meine Eltern essen viel anders als ich. Außerdem wollte ich nicht auf deren Kosten leben. Oder dass meine Mutter noch für mich mit kochen musste. Nein. dass ging eben nicht.
Zum Glück hatte ich gerade an diesem Tag gekocht und mein Sohn half mir dabei, alles rüber zu tragen. Die Pfanne nahm er vom Herd, so wie so war, und trug sie die gut 500 Meter rüber ins Haus. Kann man hier machen, im kleinen Dorf.
Als ich zurück in der Wohnung war, konnte ich mich erst mal wieder so richtig waschen. War auch eine Erleichterung…….Das Bad meiner Eltern gedachte ich nicht zu okkupieren und unten beim Jimmy war’s, für meine Verhältnisse, ein wenig unsauber und kalt.



Alles in allem dachte ich mir so, dass es sicherlich auch viel Gutes hatte, dass ich noch Mal im Haus für ein paar Tage zu Hause war. Denn zu Hause……ist noch immer NICHT unsere Wohnung für mich….nach fast zwei  Jahren. Eigentlich weiß ich überhaupt nicht mehr, WO mein zu Hause ist. Dann eher doch das Haus, wo ich aufgewachsen bin. Allerdings ist dies nach wie vor keine wirkliche Option. (Aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen. Außerdem wollen es meine Eltern nicht, dass wir wieder dort wohnen.  Zudem ist die Lage des gesamten Grundstückes schlecht. Zwischen zwei Straßen. Der Garten am Hang, direkt an der Straße und viel zu klein. Rundherum nur Abrissbuden. Hinten der Bach mag ja noch sein.) Schauen wir mal…….



Na ja, jetzt bin ich erst Mal wieder zu Hause. Gestern waren wir, also Jörg und ich, noch Mal zur Weihnachts-geschenk-verteilung im Haus und um mit ihnen Kaffee zu trinken. Mein Sohn war sogar auch dabei. Ist selten……


So, zu den anderen Dingen, die so passiert sind im Weltengeschehen und zu den Aussagen einiger nachbar-Bloggerinnen (wo frau sich schon wieder echauffieren könnte!!!!) später.
Genug für heute.




Nebenbei bemerkt:
Ein guter Indikator dafür, dass wirklich etwas mehr oder weniger Außergewöhnliches für mich passiert ist, ist, dass ich bei Rea nichts schreibe. Denn dort schreibe ich für gewöhnlich jeden Tag (und flechte stets auf irgendeine Weise meine eigenen (als Rosi also) Geschehnisse mit ein) .


 
Und da wäre noch eine Sache. Ich hatte es schon eine lange Zeit bedauert, dass ich nicht mehr unter meinem (selbst gemachten) Sternenhimmel schlafen konnte. Der Schlaf-Raum im Haus war so schön dekoriert. Ich glaube man sollte wirklich aufpassen, WAS man sich wünscht. Denn,......es könnte in Erfüllung gehen....................

Nachgereicht:
(Im Wohnzimmer meiner Eltern.)

(Meine Waschgelegenheit beim Jimmy, unten.)

(Gasherd und Kochecke. Hier wurde einstmals gekocht. Steht halt schon fast sieben Jahre leer.)
(Unsere ehemalige Kuche - Spühle und die Tür zum Schlafzimmer.)
(Die ehemalige Küche, wo Jimmy sein zeugs abstellt.)



(Und hier noch die alte Waage vom Geschäft aus den Sechzigern.)



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