6. März 2017

Montag, den 06. März 2017



Montag, den  06. März 2017 


Tagesbericht und –gedanken

 „Außereuropäische und moderne Kunst“ interessiert mich im Augenblick überhaupt nicht mehr. Ich habe Jahrzehnte mit „Ausländern“ verbracht. Romantisierte damals alles und war über die Maßen naiv. 
Mit 12 oder 13  las ich schon meinen ersten Reisebericht über Afrika. Ein Wälzer zur damaligen Zeit und das einzige, was zu bekommen war. Da von einem Ungar geschrieben.  (Ungarn – sozialistisches Ausland.)
Seit meiner Kindheit hatte ich Sehnsucht nach anderen, fremden Ländern und Kulturen. Die eigene beachtete ich nie. Im Gegenteil. Ich mochte sie nicht, was wohl daran lag, dass mir nicht gefiel, was ich sah und was mir bis dahin vermittelt wurde. Oder besser eben nicht vermittelt wurde. Kein Wunder also, dass ich ab der Pubertät begann zu hassen, was mich umgab, samt aller Moral. Es erschien mir alt und überholt. Und heute weiß ich, dass wir von Kindesbeinen an konditioniert und manipuliert werden. Nur jetzt funktioniert das nicht mehr bei mir, mit dem Manipulieren. Infolgedessen wird es Zeit, auf meine alten Tage, sich mit meinen Wurzeln zu befassen, bevor ich wieder in die ewigen Jagdgründe gehe. (Hieß das wirklich SO? Oder ist das auch nur wieder eine Erfindung der patriarchalen Zivilisation und vor allem eines Mannes?  „Jagdgründe“?) Und meine Wurzeln in diesem Leben, an diesem Ort, in dieser Kultur, auch wenn es andere Leben geben mag, und einige spirituelle Richtungen meinen mögen, dass es nicht so wichtig sei, welchen Volksstamm, welchen Clan wir entstammen, weil wir ja alle eins sind, was auch stimmen mag, aber dennoch denke ich, wir sind ebenso hier, um gerade an diesem Ort, in dieser Zeit, unsere Ahnen zu finden und eben diese Kultur zu erkunden, zu ergründen und zu würdigen, wo wir gerade hinein geboren sind. 
JETZT weiß ich das! 

 

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